Erster Rettungswagen für Schwergewichtige bis 300 Kilo

Hersfeld-Rotenburg. Über einen Rettungswagen für Patienten ab 150 Kilogramm verfügt jetzt auch der Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Es schließt sich damit eine Lücke zwischen Fulda und dem Werra-Meißner-Kreis, die bisher die Transporte von Schwergewichtigen von Waldkappel oder Fulda aus mit übernommen haben.

Die Zahl der Schwerlast-Einsätze für Rettungswagen (RTW) ist in den vergangenen drei Jahren von 23 auf 28 gestiegen. 2012 gab es schon einmal 26 Anforderungen für einen solchen Einsatz, erklärte Kreissprecher Dirk Herrmann.

Einer der neun RTW des DRK-Kreisverbands Rotenburg ist nun ein nagelneuer Schwerlast-Rettungswagen, ein Sprinter von Mercedes-Benz. Er wird in Rotenburg stationiert und über die übliche Ausstattung hinaus auch den Bedürfnissen gewichtiger Personen gerecht. Bis 300 Kilogramm ist der Wagen laut Bernd Hildebrand zugelassen, der sich beim DRK um die Fahrzeuge kümmert.

Das 200 000 Euro teure und über 160 PS starke Fahrzeug verfügt über eine elektro-hydraulische Fahrtrage. In wenigen Minuten kann sie so verbreitert werden, dass korpulente Personen bequem liegen können. Eine große Erleichterung ist ein spezieller Rollstuhl, der Treppen bewältigen kann, ohne dass die Rettungskräfte selbst körperlich über Gebühr beansprucht werden. Im Notfall mussten bisher in Nachbarkreisen Rettungswagen angefordert werden, doch diese werden vor Ort benötigt.

Das neue Fahrzeug ersetzt nicht den kürzlich nach einem Unfall komplett verbrannten RTW des Rotenburger DRK. Vielmehr muss nun ein älteres Modell weiterfahren, das eigentlich ausgemustert werden sollte. Für den Kreisteil Rotenburg werden sieben RTW und zwei Ersatz-Fahrzeuge vorgehalten, erläuterten Elke Hildebrand von der Kreisverwaltung und Alexander Stephan, Schatzmeister des DRK Rotenburg.

Erster Rettungswagen für Schwergewichtige in Hersfeld-Rotenburg

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Rubriklistenbild: © Schankweiler-Ziermann

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