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eSportler beim Hessen Crash in Bad Hersfeld

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„Tekken 7“: eSportler Arja „SephiBlack“ Gamoori im Duell beim Vorentscheid für die Deutsche Meisterschaft. Dominik aus Hannover (Mitte) erschien am Samstag im Leo Kliesen-Look.
„Tekken 7“: eSportler Arja „SephiBlack“ Gamoori im Duell beim Vorentscheid für die Deutsche Meisterschaft. Dominik aus Hannover (Mitte) erschien am Samstag im Leo Kliesen-Look. © Tamsyn Axt-Bäuml

E-Sportler aus ganz Europa haben sich jetzt zum eGaming-Event Hessen Crash in der Bad Hersfelder Stadthalle getroffen.

Bad Hersfeld – Zum 19. Mal fand kürzlich das eGaming-Event Hessen Crash in der Stadthalle statt. Damit kehrt die Veranstaltung nach zwölf Jahren wieder in den Landkreis zurück, und feierte im Zuge dessen auch ihr Comeback nach der Corona-Pause. 2010 startete die Veranstaltungsreihe in Rotenburg.

120 Spieler und rund ein Dutzend Helfer trafen sich dazu von Freitagnachmittag bis Sonntagabend in Bad Hersfeld. Aus allen Himmelsrichtungen reisten die Communitymitglieder an: Dänemark, England, Frankreich, Niederlande, Polen, Schweiz und Österreich waren vertreten, einige nahmen dafür sogar zwölf Stunden Zugreise auf sich.

Wichtig ist den Organisatoren rund um den Rotenburger Jan Openkowski, dass es sich um eine Veranstaltung für die Community handelt und nicht nur um die ausgespielten Turniere geht. „Es geht um’s Kennenlernen und (Wieder)sehen“, außerhalb der virtuellen Welt, erklärt Jonas Hundertmark. Er und Emily Firth vervollständigen das Organisations-Trio. Familiäre Atmosphäre und die Gemeinschaft stehen beim Hessen Crash im Vordergrund, daher wurde diesmal auch extra ein Raum eingerichtet, in dem die Spieler selbst kleine Turniere austragen, kommentieren und auf einem extra Fernseher für alle anderen übertragen konnten.

Ein Highlight für die Teilnehmer war am Samstag ein Vorentscheid zur Deutschen Meisterschaft im Videospiel „Tekken 7“, dies lockte 48 Spielerinnen und Spieler zum bisher größten Hessen Crash. So hieß es dann vier Stunden lang „Round 1 - Ready - Fight“ (dt.: Runde 1 - fertig - kämpft). Ausgewählte Duelle wurden dazu auf Leinwand gezeigt und auf der Internetplattform „Twitch“ live übertragen. Die Zuschauer fieberten dabei mit den Duellanten an den Konsolen, begleitet von Jubel und Applaus bei besonders guten Spielzügen. Einer der Teilnehmer war eSportler Sephiblack, in der Videospielwelt agieren die Spieler unter einem Alias. Sephiblack ist professioneller eSportler und Teil der deutschen Nationalmannschaft in dieser Sparte, er konnte das Tekken-Turnier für sich entscheiden.

Die Verbundenheit zu den Spielen findet auch teilweise in der Kleidung der Spieler ihren Ausdruck, eine Gruppe kam Samstag extra in Anzügen zur Veranstaltung. Dominik aus Hannover hielt sich an seinen Lieblingscharakter aus dem Videospiel: Leo Kliesen, erkennbar an der rot-weißen Lederjacke und dem roten Halstuch. Treuer Begleiter der Spielerinnen und Spieler sind natürlich auch ihre Controller. „Sieht aus wie ein Schneidebrett“ vergleicht eine Spielerin aus Köln das Arbeitsgerät.

Etwas anders als die meisten Controller zu Hause, sehen die Geräte der eSportler aus: größer, breiter und teurer. So hat Dominik inklusive Leo Kliesen-Optik rund 300 Euro für sein Steuergerät bezahlt. „Hessen Crash Nummer 20 ist bereits in Planung“, teilte Openkowski im Nachgang mit. (Tamsyn Axt-Bäuml)

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