Michael Roth: Das Ergebnis tut weh

Europawahl in Hersfeld-Rotenburg: SPD trotz Verlusten stärkste Kraft im Kreis

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Trotz herber Verluste von über zwölf Prozent bleibt die SPD bei der Europawahl die stärkste politische Kraft im Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Die Sozialdemokraten liegen mit 27,1 Prozent knapp vor der CDU mit 26,1 Prozent. Drittstärkste Partei im Kreis sind die Grünen mit 15,1 Prozent, vor der AfD (13,3), FDP (5,3) und den Linken (3,5).

Michael Roth

Die Wahlbeteiligung war auch im Kreis hoch. Sie lag bei 54,14 Prozent. Im Jahr 2014 hatten nur 38,93 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

In einer ersten Reaktion sagte Europa-Staatsminister Michael Roth (SPD), die gestiegene Wahlbeteiligung mache Mut, der Vormarsch der Nationalisten und Populisten halte sich hoffentlich in Grenzen. „Das Ergebnis für die SPD hingegen tut weh. Wir sind derzeit nicht mehr auf der Höhe der Zeit.“ 

Katarina Barley - Spitzenkandidatin 

Die Strategie der SPD-Spitzenkandidatin Katarina Barley, Europa positiv und emotional zu besetzen, bleibe sicher richtig. „Aber es fehlte die inhaltliche Zuspitzung, die deutlicher macht, wie wir uns die Zukunft der EU konkret vorstellen.“ Es gebe viele sozialdemokratische Maßnahmen, aber keine griffigen Botschaften. „Leider ist die Erneuerung der SPD für viele nur eine Worthülse“, sagt Roth.

Landrat Dr. Michael Koch (CDU) erklärte, durch das Ergebnis der Europawahl werde Deutschland an Einfluss in den Fraktionen von EVP und SPE verlieren. „Der deutliche, teilweise dramatische Verlust von CDU und SPD spiegelt die schlechte Performance unserer Bundesregierung. Stabilität alleine reicht der Bevölkerung nicht. Die Regierung muss das alltägliche Hickhack und den allerorten spürbaren Stillstand beenden und endlich liefern.“

Bei der Europawahl vor fünf Jahren am 25. Mai 2014 war die SPD mit 39,96 Prozent der Stimmen die stärkste Partei im Kreis, gefolgt von der CDU (28,42), AfD (9,86), Grünen (7,63), Linken (4,35) und FDP (2,74).

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