Premium mit Zertifikat

Extratour-Wanderweg um den Dreienberg

D wie Dreienberg: Bürgermeister Dirk Noll und Dieter Siebold, Vorsitzender der Nabu-Gruppe, an einer Wegmarkierung, im Hintergrund ist Friedewald zu sehen. Foto:  Eisenberg

Friedewald. Dass die Zertifizierung des Premium-Rundwanderweges „Extratour Dreienberg“ gemeinsam mit dem 40-jährigen Bestehen der örtlichen Nabu-Gruppe gefeiert wurde, ist kein Zufall.

Schließlich seien in den 1980er Jahren durch die Umsetzung des Pflegeplans für den nördlichsten Berg der Rhön erst die Voraussetzungen für den Panoramaweg geschaffen worden, verdeutlicht Dieter Siebold, der seit 2015 Vorsitzender der Naturschützer ist. Damals wurden die Nadelholzbestände, die auf den ehemaligen Kalkmagerrasen vor dem Buchenwald gepflanzt worden waren, Stück für Stück beseitigt. Damit wurde nicht nur Platz geschaffen für seltene Pflanzen- und Tierarten, sondern auch als angenehmer Nebeneffekt für Wanderer der Blick in Rhön, Thüringer Wald und Hessisches Bergland freigemacht. Dass ein Extratour-Wanderweg vollständig durch ein Naturschutzgebiet sowie die Kernzone eines Biosphärenreservates verlaufe, bezeichnet Siebold als Privileg und einzigartig in Hessen. Dabei hilft der Wanderweg um den Kalktafelberg, der wegen seiner Artenvielfalt auch als Juwel der Rhön bezeichnet wird, den Naturschützern auch, die Besucher in die richtigen Bahnen zu lenken: Einerseits hin zu interessanten Pflanzen- oder Schmetterlingsarten in den Pflegezonen am Rand, aber auch weg von den Schutzzonen im Herzen des Kalkbuchenwaldes.

Auf dem 8,2 Kilometer langen Rundkurs, der mit einem roten D gekennzeichnet ist, wird dieser Tage ein Zertifizierer des Deutschen Wanderinstitutes in Marburg unterwegs sein. Der bewerte unter anderem die Beschaffenheit des Weges, Aussichtspunkte und Rastplätze, erläutert Bürgermeister Dirk Noll.

D wie Dreienberg: Bürgermeister Dirk Noll und Dieter Siebold, Vorsitzender der Nabu-Gruppe, an einer Wegmarkierung, im Hintergrund ist Friedewald zu sehen. Foto:  Eisenberg

Insgesamt 19 100 Euro wurden nach Auskunft des Rathauschefs in den vergangenen Monaten in den Rundweg investiert, davon rund 10 400 Euro aus dem europäischen Leader-Förderprogramm für den ländlichen Raum. So seien unter anderem Beschilderung, Infotafeln und Sitzmobiliar erneuert worden. Bei Lautenhausen ist eine neue Gruppenrast entstanden – eine wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung.

Drei Jahre lang ist das Prädikat „Extratour“ gültig. Erste Ideen, den Weg vor der dann anstehenden Re-Zertifizierung weiter aufzuwerten, gebe es bereits, berichten Siebold und Noll.

Der Einstieg in den 8,2 Kilometer langen Rundkurs, der kaum Steigungen aufweist, ist von Lautenhausen, Friedewald und Motzfeld aus möglich. Die Wanderparkplätze sind ausgeschildert.

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