Wo begann die Tragödie? Rätsel um das Rotensee-Drama

Rotensee. Die Nerven liegen blank bei den Angehörigen der Rotenseer Familie, deren sterbliche Überreste völlig verkohlt am Mittwochnachmittag im Wald am Eisenberg gefunden wurden.

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Ein großes, weißes Schild am Scheunentor warnt vor einem militärischen Sicherheistbereich mit Schusswaffengebrauch. Einst nur ein Gag des vom Schießsport begeisterten Hausvaters, ist es jetzt ein makabrer Blickfang. Auch am Freitag suchten Beamte der Kriminalpolizei in dem Haus nach Hinweisen über den Ablauf der Familientragödie, die im ausgebrannten Wrack eines Audi A4 in der Nähe zum Truppenübungsplatz Schwarzenborn endete.

Bereits am Feiertag hatten Beamte des Landeskriminalamtes das Haus und die Scheune nach Hinweisen über den Ablauf der Bluttat durchsucht, der die Eheleute und ihre 17-jährige Tochter zum Opfer fielen. Am Freitag stellten heimische Beamte der Kriminalpolizei im Haus Gegenstände sicher, bei denen der Leichenspürhund angeschlagen hatte. Unter anderem einen Teppich. Die Polizei versucht auf diesem Wege herauszufinden, wo der 50-jährige Familienvater Ulf W., seine 45-jährige Frau Martina und die Tochter Tamara (17) umbrachte, um sich schließlich im brennenden Auto mit einem Schuss selbst zu töten. Offiziell ist das Motiv für die Verzweiflungstat weiter unklar. Es verdichten sich jedoch die Anzeichen, die auf wirtschaftliche Probleme hindeuten.

Der 50-Jährige, der im Hauptberuf im Außendienst einer Versicherung arbeitete, war im Vereinsleben überaus engagiert. Als Sportschütze im SV Rotensee verfügte er über alle rechtlichen Voraussetzungen für den Besitz von Feuerwaffen. Seine Tochter war eine erfolgreiche Schützin.

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