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Festnahme nach vermeintlichem Missbrauch von Pferden in Niederaula

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Von: Thomas Klemm

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Eine Nahaufnahme von vier Pferdehufen auf einer Wiese mit Laubblättern. (Symbolbild)
Symbolbild © Frank Sorge/ Imago

Nachdem am ein Ehepaar am vergangenen Freitagabend (25. November) einen Mann auf frischer Tat erwischt hatte, wie er sich an seinen Pferden vergangenen hatte, wurde dieser nun festgenommen.

Aktualisiert am 29.11., 17 Uhr: Der Mann, der in einem Pferdestall in Niederaula drei dort untergebrachte Tiere unsittlich berührt haben soll, wurde gestern von der Polizei festgenommen. Aufgrund mehrerer Hinweise aus der Bevölkerung konnten die Beamten einen 30-jährigen Tatverdächtigen aus Bad Hersfeld dingfest machen. Der Mann muss sich nun wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs sowie des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten.

Die genauen Hintergründe, warum der Bad Hersfelder die Stallung unberechtigt betrat und die Tiere anfasste, sind derzeit Bestandteil von weiteren polizeilichen Ermittlungen.

28.11. Niederaula – Als das Ehepaar aus Niederaula am vergangenen Freitagabend noch einmal nach ihren drei Pferden schauen wollte, traute es seinen Augen nicht. In ihrem Pferde-Offenstall machte sich ein Mann an den Vierbeinern zu schaffen, und zwar in einer Art und Weise, die ziemlich eindeutig auf sexuelle Handlungen schließen ließ. „Wir wollten gegen 21 Uhr noch einmal nachschauen, wie es unseren drei Pferden geht und haben uns die Videoaufzeichnungen angeschaut“, erklärt die Pferdebesitzerin.

„Dabei bemerkten wir, dass ein Mann im Stall und an unserer Stute dran war und zwar am Hinterteil des Pferdes. Beim Sichten des Videos fiel uns auch auf, dass sich der Mann etwa eine halbe Stunde lang in dem Stall aufgehalten haben muss und auch am dem Wallach dran gewesen war.“

Das Ehepaar eilte vom Wohnhaus zu dem nahe gelegenen Stall und ertappte den Mann noch auf dem eigenen Grundstück. „Mein Mann und ich standen ihm nahe gegenüber, aber angefasst oder festgehalten haben wir ihn nicht. Man weiß ja nicht, was passiert, wenn sich so einer in die Enge getrieben fühlt.“

Nachdem sie den Fremden angesprochen hatten, behauptete der, dass er die Tiere (die nach momentanem Kenntnisstand unverletzt blieben) lediglich habe streicheln wollen. Als die Pferdebesitzer daraufhin die Polizei informieren wollten, flüchtete der Unbekannte.

Der Mann, der ein schwarz-weiß-gelbes Elektrofahrrad der Marke Rebound älteren Baujahres, „mit dem Akku auf dem Rahmen“, an einem Baum gekettet hatte, konnte das Fahrrad losmachen und mit dem Zweirad entkommen. „Wir können den Mann ziemlich genau beschreiben, weil er ja knapp vor uns gestanden hat. Er war kräftig, mit ziemlichen Bauch, war etwa vierzig Jahre alt, 1,70 bis 1,75 Meter groß, hatte eine Brille und einen dunklen Vollbart. Wenn die Polizei ein Phantombild anfertigen will, könnten wir das auf jeden Fall liefern“, so die Pferdebesitzerin.

„Der Mann hat übrigens deutsch gesprochen.“ Die beiden Betroffenen riefen nach dieser „sehr unschönen Begegnung“ die Polizei und die kam mit zwei Streifenwagen. „Die eine Streife blieb vor Ort, die andere hat in der weiteren Umgebung nach dem Flüchtigen gesucht.“

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die in der Nähe des Pferdestalls in Niederaula Beobachtungen gemacht haben oder die andere sachdienliche Hinweise geben können. Zur Tatzeit trug der Mann einen dunklen Fahrradhelm und dunkle Schuhe. Außerdem führte er einen Rucksack mit gelbem Regenschutz mit sich. (Thomas Klemm)

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