Unterlagen so schnell wie möglich prüfen – Wedel will kämpfen

Festspiele: Ringen um Schadensbegrenzung

Bad Hersfeld. Nach der am vergangenen Freitag überraschend geplatzen Vorstellung des neuen Spielplans wird in der Bad Hersfelder Festspiel-Krise jetzt heftig um Schadensbegrenzung gerungen:

So schnell wie möglich soll das städtische Rechnungsprüfungsamt nun die Berechtigung zusätzlicher Finanzmittel feststellen, die von der Stadtverordnetenversammlung zunächst zurückgestellt worden waren. Derweil wirbt Intendant Dieter Wedel trotz persönlicher Enttäuschung über die Widerstände in der Stadtpolitik eifrig für die Festspiele: Beim Sportpresseball in Frankfurt wurde ein Image-Film über Bad Hersfeld gezeigt und um Unterstützung für einen Förderkreis gebeten. „Es geht um die Festspiele“, erklärte Wedels Sprecherin Monika Liegmann am Montag gegenüber unserer Zeitung und fügte hinzu: „Wir kämpfen und sind offen für konstruktive Gespräche.“ Doch nun sei die Politik am Zug.

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Ob die durch den Prüfungsauftrag bewirkte „faktische Haushaltssperre“ aufgrund fehlender Liquidität erst durch eine Sondersitzung des Stadtparlaments aufgehoben werden kann, steht nach Auskunft von Meik Ebert, Pressesprecher der Stadt Bad Hersfeld, noch nicht fest.

Gestern Abend beschäftigte sich auch der Magistrat mit dem Thema, allerdings nur informell.

Marianne Hühn, Leiterin der Kommunalaufsicht im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, mochte aus juristischer Sicht zwar den Begriff der „Haushaltssperre“ nicht anwenden, bestätigte aber auf Anfrage die aufschiebende Wirkung des Prüfungsbeschlusses: Durch diesen sei das Geld noch nicht in den Haushalt eingestellt, stehe somit auch nicht zur Verfügung.

Der Magistrat hatte in der vergangenen Woche zudem die Einstellung von fünf Teilzeitkräften für den telefonischen Kartenverkauf abgelehnt.

Rubriklistenbild: © Landsiedel

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