Keine Schadstoffe ausgetreten

Feuer in Untertage-Deponie von K+S: Grubenwehr löscht Schwelbrand

Herfa. Die Grubenwehr des Kaliwerks Werra hat am Donnerstag in der Untertage-Deponie Herfa-Neurode einen Schwelbrand eingedämmt.

Das Feuer sei frühzeitig durch das installierte Sicherheitssystem erkannt worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Mitarbeiter seien zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen, eine Gefahr für die Bevölkerung habe ebenfalls nicht bestanden.

Gegen 8.45 Uhr seien durch Sicherheitssensoren im Einlagerungsbereich der Untertage-Deponie Herfa-Neurode ansteigende Kohlenmonoxid-Werte gemeldet worden. Das Aufsichtspersonal habe Brandgeruch festgestellt. Gemäß dem bestehenden Sicherheitskonzept sei der Bereich sofort abgeschlossen und die Luftzufuhr unterbrochen worden.

Die Grubenwehr habe anschließend den Bereich erkundet und einen Schwelbrand an eingelagerten Abfallbehältnissen (Big Bags) festgestellt. Die Einlagerungskammer sei hermetisch verschlossen worden, um die Sauerstoffzufuhr zu unterbinden. Die Behörden seien unverzüglich informiert worden. Es seien keine Schadstoffe in die Umgebung ausgetreten. Fachleute des Deponiebetriebes und Experten der Aufsichtsbehörde seien jetzt mit der Ursachenforschung beschäftigt. Ein Ergebnis liege noch nicht vor.

Deponie seit 1972

Das Regierungspräsidium Kassel als zuständige Aufsichtsbehörde bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung die Angaben des Unternehmens. Die Deponie Herfa-Neurode ist die größte untertägige Sondermülldeponie der Welt. Sie wurde 1972 in abgebauten Bereichen des Kaliwerks eingerichtet. Sie hat eine Aufnahmekapazität von rund 200.000 Tonnen pro Jahr. Eingelagert werden Giftstoffe, darunter quecksilber-, cyanid- oder arsenhaltige Abfälle.

Rubriklistenbild: © dapd

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