Typisierungs-Aktion für Leukämiekranken

Feuerwehr Philippsthal sucht Lebensretter

Suche nach Stammzellenspendern: Die Typisierungsaktion auf dem Hessentag auf unserem Archivbild fand großen Zuspruch.
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Suche nach Stammzellenspendern: Über ähnlich großen Zuspruch wie bei der Typisierungsaktion auf dem Hessentag auf unserem Archivbild würde sich auch die Philippsthaler Feuerwehr freuen. Für den Termin am 24. April in der Orangerie gelten spezielle Corona-Schutzmaßnahmen.

Mehr als 13 000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Leukämie. Die Freiwillige Feuerwehr Philippsthal startet jetzt eine Typisierungsaktion, um Heinz Klang zu helfen.

Philippsthal - Heinz Klang ist Feuerwehrmann und stammt aus Glindenberg in Sachsen-Anhalt. Wie viele Leukämie-Patienten, benötigt auch der 57-Jährige eine Stammzellenspende, um zu überleben. Die Feuerwehr Philippsthal pflegt eine langjährige Partnerschaft zu den Brandschützern aus Glindenberg. „Viele unserer Kameradinnen und Kameraden kennen den Erkrankten auch persönlich“, erklärt Wehrführer Thomas Schmidt. Um Heinz Klang und anderen Betroffenen zu helfen, richtet der Feuerwehrverein in der Werragemeinde in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stammzellenspenderdatei am Samstag, 24. April, eine Stammzellen-Typisierungsaktion aus.

„Durch das Spenden von Stammzellen, die für die Bildung des Blutes verantwortlich sind, kann die Krankheit besiegt werden. Leider ist es so, dass die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Spender zu finden, erdrückend gering ist, da nur ein genetischer Zwilling in Frage kommt. Die Chance, dass zwei Personen genetische Zwillinge sind, beträgt etwa eins zu einer Million. Darum ist es wichtig, dass sich so viele Menschen wie möglich dafür entscheiden, Stammzellenspender zu werden und im Rahmen einer sogenannten Typisierung registrieren lassen“, appelliert der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Markus Koch. Je mehr dazu bereit seien, desto größer sei auch die Chance, ein „Perfect Match“ zu finden und für Heinz Klang und auch für andere von dieser Krankheit Betroffene der passende Lebensretter zu werden. Denn nach der Typisierung werden die Stammzellenspender in die Deutsche Stammzellenspenderdatei aufgenommen und stehen damit auch als potenzielle Spender für andere an Blutkrebs erkrankte Patienten zur Verfügung.

Prinzipiell kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren als Stammzellspender registrieren lassen. Es gelten allerdings gewisse gesundheitliche Ausschlusskriterien. Eine Registrierung ist bereits mit 17 Jahren möglich, wirklich spenden ist allerdings erst mit Erreichen der Volljährigkeit möglich. Die Aufnahme in die Datei ist kostenlos, die labortechnische Untersuchung und Zuordnung jedoch sehr kostenaufwendig. Da sie nicht vom Gesundheitssystem übernommen werde, bittet die Philippsthaler Feuerwehr zudem um Geldspenden auf das Konto der Deutschen Stammzellenspenderdatei. Die von Gemeinde und Gesundheitsamt genehmigte Typisierungsaktion soll unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen am Samstag, 24. April, ab 10 Uhr in der Orangerie im Schlosspark stattfinden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, allerdings darf wegen Corona nur eine begrenzte Zahl von Personen die Orangerie gleichzeitig betreten.

„Wir gehen davon aus, dass die Spendewilligen verantwortungsvoll genug sind, bei großem Ansturm im Außenbereich coronakonform zu warten“, sagt Wehrführer Thomas Schmidt.

Weitere Informationen zur Stammzellenspende unter stammzellspenderdatei.de. (Jan-Christoph Eisenberg)

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