Fusion

Philippsthaler Parlament genehmigt Zusammenschluss von zwei Feuerwehren

Symbolbild Feuerwehr HNA
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Die Philippsthaler Ortsteilwehren aus Gethsemane und Unterneurode fusionieren.

Die Einsatzabteilungen der Philippsthaler Ortsteil-Feuerwehren Gethsemane und Unterneurode schließen sich zusammen.

Philippsthal - Diese Fusion und auch den neuen Namen „Freiwillige Feuerwehr Gethsemane-Unterneurode“ hat das Gemeindeparlament am Montagabend während seiner Sitzung in der Kreuzberghalle einstimmig genehmigt. Grund für die Zusammenlegung sind personelle Engpässe bei der Unterneuröder Feuerwehr. Um den Brandschutz in dem kleinsten Philippsthaler Ortsteil langfristig sicherzustellen, hatten die Einsatzkräfte Fusionsgespräche mit der Nachbarwehr Gethsemane aufgenommen. Beide Ortsteilwehren stimmten einem Zusammenschluss bereits im August 2019 zu und einigten sich im Nachgang auf den gemeinsamen Namen. Es ist bereits die zweite Verschmelzung von Einsatzabteilungen in der Marktgemeinde: Zum 1. Januar 2016 hatten sich bereits die Brandschützer aus Röhrigshof und Heimboldshausen zur neuen Feuerwehr Philippsthal-Mitte zusammengeschlossen.

Als „mutigen Schritt der Mitglieder“ lobte die CDU-Fraktionsvorsitzende Ulrike Wenig die neuerliche Fusion, durch die eine schlagkräftige Mannschaft entstehe.

Zu Einsätzen ausrücken soll die neue Wehr langfristig auch von einer neuen Unterkunft aus. Denn das bisherige Feuerwehrhaus in Gethsemane entspricht nicht mehr den aktuellen Vorgaben und wird vom technischen Prüfdienst der Unfallkasse Hessen bereits seit dem Jahr 2014 stetig bemängelt. Ebenfalls einstimmig beschlossen die Philippsthaler Gemeindevertreter deshalb, einen Neubau auf die Prioritätenliste für 2022 und die Folgejahre aufzunehmen. Dieser Schritt ist die Voraussetzung, um Fördergeld für das Projekt beantragen zu können. Im Haushalt 2023 sollen für Vorplanungen 30 000 Euro bereitgestellt werden. Als „zwingend erforderlich“ bezeichnete Mattias Klotzbach (FWG) den Parlamentsbeschluss – schließlich habe der Prüfdienst der bisherigen Feuerwehr-Unterkunft bereits mehrfach die gelbe Karte gezeigt.

Investieren wird die Marktgemeinde auch in den Fuhrpark der Feuerwehr des Kernortes: Das 30 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 8-6 soll durch ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20 ersetzt werden. Dessen Beschaffung wurde mit dem einstimmigen Votum des Gemeindeparlaments auf die Prioritätenliste für 2022 und die Folgejahre aufgenommen. Aus Kostengründen setzt die Marktgemeinde auf einen „jungen Gebrauchten“ und möchte ein entsprechendes Fahrzeug von der Landesfeuerwehrschule Kassel übernehmen, welches voraussichtlich ab Ende 2022 oder im Jahr 2023 verfügbar sein wird. (Jan-Christoph Eisenberg)

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