Gemeindevertretung stimmt zu

Feuerwehren fusionieren: Untergeis, Obergeis und Aua werden Neuenstein Mitte

Ein Fahrzeug der Feuerwehr
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Die Feuerwehr musste wegen eines Wohnhausbrandes in Alsfeld-Berfa ausrücken.

Die Freiwilligen Feuerwehren Untergeis, Obergeis und Aua schließen sich zur Einsatzabteilung Neuenstein Mitte zusammen.

Obergeis - Diese Fusion hat die Neuensteiner Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Immer neue und große Aufgaben kommen auf die Freiwilligen Feuerwehren in Neuenstein zu: Neue Gewerbebetriebe mit besonderen Anforderungen und vor allem das neue Seniorenheim in Obergeis, das im kommenden Jahr in Betrieb gehen soll. All das ist für eine Freiwillige Feuerwehr alleine kaum noch zu bewältigen, zumal es auch in Neuenstein zunehmend Probleme gibt, Nachwuchs und vor allem Führungskräfte für die Feuerwehren zu finden, erläuterte Bürgermeister Walter Glänzer.

Die Zusammenlegung einzelner Ortsteilwehren sei grundsätzlich bereits vor einem Jahr mit dem Beschluss für den Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz angedacht worden. Nun strebten Aua, Obergeis und Untergeis eine gemeinsame Zukunft an. Dafür seien die Mitglieder der Wehren befragt worden. Nahezu alle hätten sich schriftlich für die Zusammenlegung ausgesprochen.

Für die Einsatzabteilung Mitte soll es dann auch ein neues Feuerwehrhaus in Obergeis geben. Die entsprechende Bauleitplanung wird gerade vorbereitet. Zudem ist auch die Beschaffung modernen Geräts für eine große Abteilung leichter zu bewerkstelligen. So solle die Attraktivität der Feuerwehrarbeit gesteigert werden.

„Keine Feuerwehr macht es sich einfach, ihre Selbstständigkeit aufzugeben“, machte der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Bernhardt, selbst aktiver Feuerwehrmann, klar. Aber das, was inzwischen zu leisten sei, ginge nicht mehr in kleinen Einheiten.

Der jetzt geplante Zusammenschluss sei der größte organisatorische Schritt seit der Gebietsreform, macht Bernhardt die Tragweite der Entscheidung deutlich: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und ein vernünftiges neues Haus“, betonte er und appellierte an alle Feuerwehrleute, weiterhin aktiv zu bleiben. Heinrich Hemel, der Fraktionsvorsitzende der SPD, begrüßte den Zusammenschluss ebenfalls. Er bat die anderen Neuensteiner Wehren, ebenfalls über Fusionen nachzudenken.

Mit der Umsetzung des Zusammenschlusses wird nicht lange gewartet. In der Sitzung vom Donnerstagabend wurde auch die Änderung der Feuerwehrsatzung einstimmig beschlossen. Die neue Einsatzabteilung trifft sich, so Bernhardt, am 13. November zu ihrer konstituierenden Sitzung. Dann wird auch die neue Wehrführung gewählt. (Christine Zacharias)

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