Aktionsbündnis stellt Antrag an Gemeinde

Flächen sollen frei von Gentechnik sein

Nentershausen. Das Aktionsbündnis Nentershäuser Bauern, Verbraucher und Gastronomen hat Bürgermeister Ralf Hilmes einen Antrag überreicht. Ziel ist, dass für die Flächen der Gemeinde Nentershausen Gentechnikfreiheit angestrebt wird. 29 Mitglieder des Bündnisses haben den Antrag unterschrieben. Das teilt Sprecherin Renate Kaupenjohann mit.

Die Übergabe des Antrags fand während eines Informations- und Diskussionsabends im Jugendheim in Nentershausen statt. Dabei ging es um die Grundlagen und Risiken der Agro-Gentechnik. Ziel des Abends war, die Mitglieder der Gemeindevertretung und andere Interessierte über das Thema zu informieren. Voraussichtlich wird sich das Parlament im Januar 2010 mit dem Antrag beschäftigen.

„Gute Werbung“

„Bei der Diskussion nach dem Vortrag wurde klar, dass für den Luftkurort Nentershausen Gentechnikfreiheit ein gutes Aushängeschild ist“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Damit auf der Internetseite der Gemeinde zu werben, sei ein Muss. Das wäre auch für den Tourismus ein großer Vorteil.

Ortsansässige Landwirte sollen auf die Möglichkeit der gentechnikfreien Fütterung hingewiesen werden, berichtet Kaupenjohann. Durch Gründung einer „Einkaufsgemeinschaft für gentechnikfreie Futtermittel“ mit anderen Landwirten des Kreises Hersfeld-Rotenburg sei preiswertes Einkaufen möglich.

Anbau unerwünscht

In dem Antrag wird dazu aufgerufen, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in der Gemarkung Nentershausen als unerwünscht einzustufen. Die Verwaltung soll bei Neuverpachtungen und Pachtverlängerungen die Pächter gemeindlicher Flächen vertraglich verpflichten, auf den Einsatz von entsprechendem Saatgut zu verzichten. Auch die Eigentümer und Pächter privater, landwirtschaftlich genutzter Flächen, sollen zum Verzicht auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen aufgefordert werden. Wer den Antrag noch nachträglich unterschreiben will, kann dies bei der Gemeindeverwaltung tun. (dup)

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