Benjamin Günther wird im Erdbebengebiet Wasser aufbereiten

Er fliegt nach Haiti: Hilfe aus Rotenburg

Rotenburg/Nentershausen. Er fliegt nach Haiti: Heute Mittag geht es für den THW-Helfer Benjamin Günther aus Nentershausen in die Karibik. Der 26-Jährige vom THW-Ortsverband Rotenburg wird im Erdbebengebiet bei der Trinkwasseraufbereitung und dem Wiederaufbau der Wasserinfrastruktur – wie zum Beispiel Brunnen – helfen.

19 Helfer vom THW sind bereits in Haiti vor Ort. Ein Erkundungsteam hat sich gleich am zweiten Tag nach der Naturkatastrophe auf den Weg gemacht. Zwei Wasseraufbereitungsanlagen laufen schon.

Benjamin Günther wird mit einem vierköpfigen Team der THW-Spezialgruppe SEEWA Nord (Schnell-Einsatz-Einheit-Wasser-Ausland) nach Haiti reisen. Aus der Region ist er der einzige Helfer. Vier Wochen wird er in Haiti bleiben. Seine Einsatzstelle ist Leogane, ein ebenfalls erheblich zerstörter Ort westlich der Hauptstadt Port-au-Prince.

6000 Liter pro Stunde

„Trinkwasser ist natürlich sehr wichtig. Wir bauen ein ganzes Camp neu auf und richten die Versorgung ein. 6000 Liter können wir pro Stunde aufbereiten“, erklärt Benjamin Günther. In vier Tanks können dann 40 000 Liter Wasser zwischengelagert werden. Ein mobiles Labor kontrolliert die Reinheit des Wassers. Die Anlage läuft 24 Stunden: Rund um die Uhr ist ein Helfer für die Überwachung zuständig.

Als Energieelektroniker ist Günther in der Expertendatenbank des THW als Fachkraft Elektro geführt. Im Auftrag der Bundesregierung sendet das THW die Fachleute aus. In einem SEEWA-Team, das nach Katastrophen Wasser aufbereitet, arbeiten zwei bis fünf Experten. Der Rotenburger THW-Ortsbeauftragte Fritz Freund sagt: „Benjamin Günther leitet bei uns die Fachgruppe Trinkwasserversorgung. Ich bin sehr froh über seinen Einsatz.“ Freund rechnet damit, dass es noch Jahre dauern könne, bis die Wasserversorgung in Haiti wieder aufgebaut sei. SEITE 2

Von Elisa Schubert

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