Flucht nach vorn

Hersfelds A-Junioren möchten gegen Kaufungen den Spieß umdrehen

Nicht zuletzt auf ihn kommt es an am Sonntag: Hersfelds Daniel Hanslik (im gelben Trikot), hier im Duell mit Kaufungens Dennis Grigat. Gastgeber Hersfeld muss einen 0:2-Rückstand aufholen, um in die Hessenliga aufzusteigen. Malmus

Bad Hersfeld. Jetzt gilt’s für die A-Junioren-Kicker des JFV Bad Hersfeld: Am Sonntag sind sie im Rückspiel der Aufstiegs-Relegation zur Hessenliga Gastgeber des SV Kaufungen; Anstoß in Asbach: 14 Uhr. Das Hinspiel hatte Hersfeld vor wenigen Tagen mit 0:2 verloren.

Diese Hypothek möchte das JFV-Team jetzt abtragen. Und nicht nur das: Es erscheint nach dem ersten Teil der Ausscheidung zu Hessens höchster Spielklasse durchaus möglich, den Rückstand so umzuwandeln, dass es zum Aufstieg reicht.

Energien freimachen 

Einmal noch muss sich Hersfelds Nachwuchs aufraffen in diesem Spieljahr, muss psychische Energien freimachen, nachdem das Team in der Gruppenliga-Serie in manchem Spiel kaum gefordert wurde. Zwei Jahre lang blieb die JFV-Vertretung in der Region Fulda ungeschlagen, wenn’s um Punkte ging. Diesen nicht alltäglichen Status sollte Bad Hersfeld jetzt nicht aufs Spiel setzen.

„Wir werden sicher in einer anderen Ausrichtung auftreten im Rückspiel“, sagte JFV-Trainer Frank Ullrich schon unmittelbar nach dem Hinspiel. Er wirkte leicht angefressen, hatte ihn die Niederlage doch sichtlich gewurmt. Es ist damit zu rechnen, dass sein Team wesentlich offensiver auftritt, den Gegner von Beginn an unter Druck setzt und vor allem das Spiel über die Außenpositionen forciert.

Hansliks Rolle 

Denn hier scheint Kaufungen, das in Spiel eins in der Lage war, das Zentrum gut zu schließen, am ehesten verwundbar zu sein. Hersfeld wird sich vornehmen, Jannik Holl besser ins Spiel zu bringen. Wird Daniel Hanslik, der in der Gruppenliga-Punktrunde 30-mal ins Schwarze traf, sein Partner auf der anderen Seite?

Hanslik agierte im Hinspiel lange auf der Sechser-Position. Denkbar auch, dass er auf die „Zehn“ rückt und der schussstarke Florian Rabe die Flügelposition der linken Seite einnimmt.

Spiel mit dem Risiko 

Auch ein anderer Impuls könnte dem JFV-Team helfen: Hersfelds Kapitän Max Schuch wünscht sich, neben Nils Wenzel die „Sechs“ auszufüllen - Vincent Bernt würde dann neben Jona Kohlstädt die Innenverteidigung besetzen.

Hersfeld muss riskieren. Mehr als der Gegner. Defensiv ist es wichtig für den Gastgeber, Kaufungens zentrale Offensivkräfte Kraus und Nowak aus dem Spiel zu nehmen. Die Ausgangsposition erscheint aber so schlecht nicht. Auch wenn es gilt, zwei Tore aufzuholen. Bei der Flucht nach vorn. ARTIKEL UNTEN

Von Walter Kell

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