Flüchtlinge nach Randale verlegt - Junger Mann traumatisiert

Nentershausen. Zwei von drei Flüchtlingen, die vor kurzem in Wohnungen in Nentershausen untergebracht worden sind, mussten bereits wieder verlegt werden.

Ein 21-jähriger junger Mann war beim Stehlen einer Zigarettenschachtel im Lebensmittelmarkt erwischt worden. Er lief davon, wurde aber von Mitarbeitern und anderen Einwohnern verfolgt. Der Mann bedrohte seine Verfolger verbal, bestätigte die Rotenburger Polizei.

Wenige Tage später kam es erneut zu einem Vorfall in der Wohnung der Flüchtlinge. „Hier musste die Polizei wegen häuslicher Gewalt und Vandalismus einschreiten“, berichtete der Nentershäuser Bürgermeister Ralf Hilmes am Mittwochabend in der Sitzung der Gemeindevertreter.

In der Wohnung Randale gemacht hatte ein 16-Jähriger, der dort mit seiner Mutter lebte. Er sei offenbar durch die Erfahrungen, die er in seiner Heimat oder auf der Flucht gemacht habe, traumatisiert, berichtete der Bürgermeister auf Anfrage unserer Zeitung.

Nach den Vorfällen habe es sofort sehr gute Gespräche mit dem Fachdienst Migration des Landkreises gegeben, betonte Hilmes. Die beiden jungen Männer wurden in Unterkünfte in anderen Kommunen verlegt, in denen sie intensiver betreut werden könnten. Die Wohnungen sind bereits wieder belegt. Mit den neuen Flüchtlingen gebe es keine Probleme, sagte Hilmes.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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