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Gemeindeparlament beschließt Sanierung des Freibads in Philippsthal

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Debattenkultur: In Sitzungsunterbrechungen einigten sich die Abgeordneten in strittigen Fragen.
Debattenkultur: In Sitzungsunterbrechungen einigten sich die Abgeordneten in strittigen Fragen. © Kai A. Struthoff

Trotz des Regens, des Sturms und kühler Temperaturen stand das Freibad in Philippsthal im Mittelpunkt der Beratungen des Gemeindeparlaments am Montagabend.

Philippsthal - Und auch darüber hinaus wurden wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Marktgemeinde getroffen, wohlwissend, dass dies viel Arbeit für alle Beteiligten in Verwaltung und Gremien mit sich bringen wird, wie Bürgermeister Timo Heusner und CDU-Fraktionschefin Ulrike Wenig zu Beginn der Sitzung deutlich machten. Einstimmig hat das Gemeindeparlament beschlossen, dass das Sportbad für knapp 1,4 Millionen Euro umfassend saniert werden soll. So sollen die Gebäude renoviert und mit einem neuen Dach versehen werden. Zugleich soll die Heiztechnik von Fernwärme auf Gas umgestellt werden. Außerdem sollen auch die Becken selbst modernisiert werden und mit einer Spezialfolie ausgekleidet werden, um dadurch den jährlichen Ausbesserungsarbeiten der Fliesen zu begegnen. Auch der Wasserzustrom durch Düsen wird verändert.

Ein Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Schwimmbads von 2016, der wegen der finanziellen Engpässe und der damit verbundenen Haushaltsperre nicht umgesetzt wurde, musste zuvor aufgehoben werden, um die neue Konzeption anzugehen.

Ein Ergänzungsantrag der CDU wurde nach ausführlicher Diskussion ebenfalls berücksichtigt. So soll das Vorhaben nur ausgeführt werden, wenn die erhofften Zuschüsse in Höhe von 30 Prozent aus dem SWIM-Programm des Landes auch wirklich fließen. Sonst berät das Parlament erneut über das Sanierungsvorhaben. Die Gemeinde geht davon aus, dass die Sanierung im Herbst 2023 beginnen könnte, wenn alles planmäßig läuft. Bis dahin geht der Badebetrieb wie gewohnt weiter.

Und weil Schwimmen und Planschen hungrig mache, stand auch die Gastronomie auf der Tagesordnung. Auf Antrag der CDU-Fraktion soll der Gemeindevorstand Gespräche mit dem Besitzer des ehemaligen „Badkaffees“ führen, um zu ermitteln, ob die Immobilie zurückgekauft werden könnte. Der CDU geht es mit ihrem Antrag vor allem darum, die Versorgung der Schwimmbadbesucher im Außenbereich sicherzustellen und ein „Gesamtkonzept als Zukunftslösung für das Schwimmbad“ zu erarbeiten, wie Ulrike Wenig erklärte. Sie regte an, dafür einen Arbeitskreis zu gründen.

Dies stieß auf Widerspruch bei Heiner Reuber (SPD), dem Vorsitzenden des Bauausschusses, der die Idee eines Gesamtkonzepts zwar begrüßte, zugleich aber darauf verwies, im Bauausschuss säßen genug erfahrene Leute, sodass es keines weiteren Arbeitskreises bedürfe. Auch die FWG-Chefin Anja Zilch gegrüßte den CDU-Vorschlag generell, mahnte aber auch zur Vorsicht, um mögliche Verhandlungen mit dem Betreiber des „Badkaffees“ nicht zu erschweren.

Auch Bürgermeister Heusner hielt einen Arbeitskreis für unnötig. Er schlug vor, „erstmal in Gespräche zu gehen und dann alles Weitere zu klären.“ Mit diesen Einschränkungen und ohne eine zeitlich vorgegebene Frist wurde der CDU-Antrag einstimmig angenommen.   kai

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