Fußballer bauen um

Freiwillige sanieren Sporthaus Rockensüß

Initialzündung für die Sanierung: Mit Unterstützung eines Königswälder Landwirts hob der Bauhof der Gemeinde Cornberg auf dem Gelände der SG einen neuen Tank in mehr als zehn Meter Entfernung zum Bach Sontra in die Erde.
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Initialzündung für die Sanierung: Mit Unterstützung eines Königswälder Landwirts hob der Bauhof der Gemeinde Cornberg auf dem Gelände der SG einen neuen Tank in mehr als zehn Meter Entfernung zum Bach Sontra in die Erde.

Die Fußballer der SG Rockensüß/Königswald haben die durch Corona erzwungene fußballfreie Zeit genutzt: Seit Dezember ist das Vereinsheim Baustelle.

Rockensüß – Das „Sportplatz-Team“, eine Gruppe engagierter Männer, die sich während der Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen gründete, hat mittlerweile in 600 Stunden Eigenleistungen den Innenbereich auf den neuesten Stand gebracht. Vieles hat sich schon getan auf den 80 Quadratmetern: In der Schiedsrichter-Umkleidekabine gibt es jetzt eine geräumige Dusche. Der Mannschaftsduschraum wurde neu gefliest und Armaturen ausgewechselt. Statt der dunklen Holzdecke im Flur kommt mit der weiß gestrichenen Decke und den kleinen LED-Leuchten Helligkeit in das Vereinsheim. So wollen die Ehrenamtlichen auch die Mannschaftsumkleidekabine neu gestalten. Doppelverglaste Fenster sollen künftig Heizkosten und Energieverbrauch reduzieren, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Hans Simon.

Durch Zuschüsse von Gemeinde, Landkreis, Land und Landessportbund und dank der Eigenleistung hofft das Sportplatz-Team, dass die Vereinskasse am Ende so gut wie gar nicht belastet wird. „Schließlich kann sich die Spielgemeinschaft mit ihren 150 Mitgliedern auch nur durch die Mitgliedsbeiträge über Wasser halten“, sagt Kassierer Thomas Noll. Der auf 32 000 Euro veranschlagte Umbau habe bislang allen großen Spaß gemacht, „weil viele an einem Strang ziehen und sich der Spielgemeinschaft verbunden fühlen“, sagt Helmut Führer.

Ziehen bei der Sanierung des Sporthauses Rockensüß an einem Strang: von links Helmut Führer, Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras, Hans Simon und Thomas Noll im nun wesentlich helleren Flur des Sporthauses.

Initialzündung für die Innensanierung war eine andere Baustelle, die keinen Aufschub mehr duldete, erklärt Cornbergs Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras. Die Untere Naturschutzbehörde beanstandete, dass die bisherige Abwasserableitung durch die teilbiologische Kläranlage direkt neben dem Vereinsheim zu nahe am Bach Sontra liege. Der Tank muss mindestens zehn Meter vom Gewässer entfernt sein. Mit Unterstützung eines Königswälder Landwirts hob der Bauhof der Gemeinde einen neuen Tank in die Erde. „In knapp einer Woche haben wir auch dank der Mithilfe von einigen Ehrenamtlichen diese Auflage nun erfüllt“, freut sich die Verwaltungschefin. (Susanne Kanngieser)

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