Polnischem Spediteur droht empfindliche Strafe

Polizei zieht restlos überladenen Lastwagen bei Friedewald aus dem Verkehr

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Abenteuerliche Lade-Konstruktion: Mit einem Flaschenzug wurde auf der Rampe Platz geschaffen.

Friedewald. Einen polnischen Lastzug mit lebensgefährlich verladenen Autos hat gestern Morgen eine Funkstreife der Autobahnpolizei Bad Hersfeld aus dem Verkehr gezogen. Aufgefallen war der Transport, weil am Fahrzeugheck des LKW-Anhängers das Heck eines darauf stehenden Audi weit herausragte.

In Friedewald wurde der Lastzug von der Autobahn geholt und kontrolliert. Was die Autobahnpolizisten entdeckten, widersprach allen Vorschriften und jedem Verantwortungsbewusstsein.

Auf dem Zugfahrzeug waren ein Opels Astra und ein Audi A 6 geladen. Da die Ladefläche in der Länge nicht passte, hatte man den Opel mit der Front bündig an die Ladestirnwand gestellt und das Heck mit einem Flaschenzug, der an der Dachkonstruktion des LKW befestigt war, etwa 1,5 Meter angehoben. Somit konnte der Audi unter das Heck des Opels gestellt und das Heckportal des LKW geschlossen werden. Durch die Last des Opels (1.373 kg) war die Dachkonstruktion, sowie die seitliche Stütze an dieser Stelle bereits verbogen.

Offensichtlich waren beim Verladen nicht genügend Flaschenzüge vorhanden, sodass man auf dem Anhänger die zwei PKW (Audi A 3 / Audi A 6 Avant) hintereinanderstellen musste. Dadurch konnte die Heckklappe nicht geschlossen werden und die Fuhre wurde entdeckt. Der Anhänger war um 840 Kilo überladen.

Da ein solcher Lastzug grundsätzlich zum Transport von Fahrzeugen ungeeignet ist und die Art der Verladung erkennen lässt, dass es dem Spediteur nur um Profit geht, wurde gegen ihn ein Verfahren zur Gewinnabschöpfung eröffnet. Die Strafe könnte sich im mittleren vierstelligen Bereich bewegen, teilt die Polizei mit.

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