Friedhelm Claus ist neuer Ortsvorsteher von Solz

Bezeichnet sich selbst als Ur-Solzer: Friedhelm Claus ist in dem Ort aufgewachsen, dessen Ortsvorsteher er jetzt ist. Foto:  Schankweiler-Ziermann

Solz. Seit Georg Reuß Ende vergangenen Jahres sein Amt nach zehn Jahren aufgegeben hatte, hat Friedhelm Claus - bisher Stellvertreter - die Aufgabe übernommen.

Als Ur-Solzer im Dorf verwurzelt, habe er sich der Verantwortung gestellt, sagt Claus. Seine Einbindung im Stadtparlament sieht der 46-Jährige, der vor zehn Jahren zu den Gründern der „Bürger für Solz“ gehört hat, als Vorteil an. Dort ist er seit 2005 Mitglied der stärksten Fraktion, der der CDU. Der Ortsvorsteher habe ja wie der Ortsbeirat nur eine Beratungsfunktion, die Entscheidungen aber werden in Bebra getroffen. Neuer stellvertretender Ortsvorsteher ist Karl Heinz Schmerfeld.

In Solz stehe die Partei nicht im Vordergrund, sagt Claus. Es gehe in einem kleinen Dorf vielmehr darum, möglichst viele in ein Boot zu holen. „Wir wollen etwas für die Gemeinschaft tun“, betont Friedhelm Claus.

Viele fleißige Hände haben in Solz schon einiges auf die Beine gestellt: vom Dorfjubiläum 1050 Jahre Solz bis zum Verbindungsweg zwischen Ober- und Unterdorf, der in Eigenleistung gepflastert wurde. „Das schweißt zusammen, dadurch lebt das Dorf“, freut sich Claus. Auch Zugezogene sind bei den Aktionen dabei. Die intakte Dorfgemeinschaft ist es, die immer mal wieder auch junge Familien zur Ansiedlung in Solz bewegt. Knapp 700 Einwohner zählt das Dorf heute.

Wenn es auch keinen Dorfladen und keine Kneipe mehr gibt, verfügt das auf 400 Metern Höhe gelegene Solz doch über einen beliebten Kindergarten, den auch Friedhelm Claus selbst besucht hat, einen Bäcker, das Gasthaus Hohe Buche und viele aktive Vereine, deren gesellige Treffen allen offen stehen.

Legendär ist die Solzer Kirmes, die jährlich von der 120 Mitglieder umfassenden Kirmesgruppe organisiert wird und die zur Freitagsdisco über 2000 Leute nach Solz lockt.

Kulturerlebnispfad 

Als nächstes soll im Mai/Juni der Kulturerlebnispfad - zusammen mit den umliegenden Dörfern - eröffnet werden. In Vorbereitung ist auch die Gründung eines Fördervereins für den Kindergarten. Claus’ Ziel ist es, das Dorfleben weiter attraktiv zu halten, „viel mehr kann man nicht tun“, sagt er. Gemeinsam will man trotz begrenzter finanzieller Mittel etwas erreichen.

Dazu gehören zum Beispiel Verschönerungsarbeiten, etwa an nicht bewohnten Grundstücken. Feste Sprechzeiten wird es bei Friedhelm Claus nicht geben. Er ist telefonisch aber fast immer für eine Terminabsprache zu erreichen.

Lesen Sie mehr in der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.