Gemeindevorstand will für dringende Kanalbauarbeiten 240 000 Euro investieren

Frisches Geld für neue Rohre

Wie alles begann: Bereits im Juli 2013 fiel der Startschuss für die Kanalrohrarbeiten entlang der Eisenacher Straße – unser Foto. Der erste Bauabschnitt erstreckte sich auf einer Länge von 250 Metern vom Bodenweg bis auf Höhe des Tanzgartens. Unser Bild zeigt Schachtmeister Bernd Hahn von der Firma Herrmann Bau aus Philippsthal mit Bürgermeister Markus Becker. Foto: Gottbehüt

Ronshausen. Der Ersatz der alten, undichten Kanalrohre entlang der Eisenacher Straße in Ronshausen soll mit dem nächsten Bauabschnitt im kommenden Frühjahr weitergehen. Um die Tiefbauarbeiten von Hausnummer 78 bis Nummer 100 auf einer Länge von 250 Metern fortsetzen zu können, muss das Ronshäuser Gemeindeparlament allerdings zunächst das dafür benötigte Geld rechtzeitig bereitstellen. Deshalb legte Bürgermeister Markus Becker in der jüngsten Sitzung den Gemeindevertretern einen Nachtragshaushalt vor.

„Die alten Kanalrohre sind an vielen Stellen defekt und undicht, und es kommt zu größeren Fremdwassereintritten in unser Kanalsystem, von denen jeder Kubikmeter mit unseren Abwässern in Bebra bezahlt werden muss“, erklärte Becker. Zudem sei die bereits erneuerte Kanalleitung in der Straße am Sportplatz mit Rohren mit einem größeren Durchmesser ausgebaut worden, weswegen es im Bereich der Eisenacher Straße 100 zu einer Engstelle im Kanal komme, die bei starkem Regen zu Rückstauungen und Wasseraustritten aus der Kanalisation führe, sagte der Verwaltungschef.

Da für die Kanalbauarbeiten der günstigste Zeitpunkt für Ausschreibungen zu Beginn eines Jahres liege, diese Investition im Haushalt 2015 bisher nicht vorgesehen war und die Haushaltsgenehmigung 2016 zu spät für eine rechtzeitige Auftragsvergabe sein würde, sei der Nachtragshaushalt zur haushaltsrechtlichen Absicherung frühzeitiger Planungsarbeiten dringend notwendig, erklärte Becker.

240 000 Euro Investition

„Im Ergebnishaushalt gibt es keine Änderungen, und es bleibt beim geplanten Haushaltsdefizit von 269 600 Euro. Im Finanzhaushalt erhöhen sich die Auszahlungen aus Investitionstätigkeit um 240 000 Euro auf insgesamt 401 900 Euro für das Haushaltsjahr 2015“, rechnete Becker vor.

Es bleibt bei Entschuldung

Bisher sei im Haushalt 2015 keine Kreditaufnahme enthalten gewesen. Der Gesamtbetrag der Kredite zur Finanzierung von Investitionen werde nun auf 228 000 Euro festgesetzt. Die Differenz von 12 000 Euro werde aus dem im Haushalt 2015 enthaltenen Überschuss bei der Finanzierung der geplanten Investitionen entnommen. „Trotz der nun geplanten Kreditaufnahme für 2015 verbleibt beim geplanten Tilgungsverlauf noch eine Nettoentschuldung von 4683 Euro“, erklärte Becker.

Die mögliche Genehmigung des Nachtrags vorausgesetzt, würde das erforderliche Geld dann rechtzeitig zur Auftragsvergabe zur Verfügung stehen. In der nächsten Sitzung des Gemeindeparlaments am Donnerstag, 5. November, wollen die Gemeindevertreter den Entwurf des Nachtragshaushaltes dann beraten.

Von Peter Gottbehüt

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