Der Natur auf der Spur

Für den Naturpark Knüll werden versierte Führer ausgebildet

Natur mit allen Sinnen erleben, das vermittelte Naturpädagogin Claudia Fink (Mitte), unter anderem am Beispiel einer alten Eiche.
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Natur mit allen Sinnen erleben, das vermittelte Naturpädagogin Claudia Fink (Mitte), unter anderem am Beispiel einer alten Eiche.

Unter dem Motto „Die Natur spielerisch und mit allen Sinnen erleben!“, vermittelte Naturpädagogin Claudia Fink in Neuenstein, wie man Familien an ein Naturerlebnis heranführen kann.

Neuenstein - Und das war nur ein Ausbildungsbaustein eines zehntägigen Lehrgangs, an dem 19 Personen aus der Region teilnahmen, um ein Zertifikat als Natur- und Landschaftsführer zu erwerben.

Lehrgangsleiterin Kerstin Sauermann, welche die Ausbildung im Auftrag der Naturschutzakademie Hessen organisiert und ausführt, meinte, es sei außergewöhnlich, dass der neu gegründete Naturpark Knüll bereits im ersten Jahr Naturparkführer ausbildet.“ Katrin Anders, Geschäftsführerin des Naturparks Knüll, ergänzte: „Als Naturpark ist es uns wichtig, in der Fläche und für viele Zielgruppen erlebbar zu sein. Die Naturparkführenden sind letztlich Botschafter/innen für diese Region.“

Claudia Fink oblag nun speziell die Aufgabe, für die Führung von Familien auszubilden. Dazu fanden sich die Lehrgangsteilnehmer an der Gelbachmühle bei Neuenstein/Saasen ein und jeder bekam zunächst eine Rolle als ein Familienmitglied zugeteilt und musste dann als solches agieren.

Als erste Übung bot Claudia Fink an, „blind“ in eine Kiste zu greifen und einen Gegenstand zu ertasten und zu beschreiben, schließlich ging es auch darum, in Übungen die Sinne zu schärfen.

Beim Gang ins Gelbachtal führte sie über ein Ratespiel zu einer etwa 500 Jahre alten Eiche und ließ erwägen, was die Eiche wohl schon alles erlebt hatte und welche Tiere sich um diese tummeln. Des Weiteren ging es darum, über Sammel- und Suchaufträge, unter anderem mit einer Geräuschkarte, ein bewusstes Wahrnehmen von Geräuschen und vieles andere mehr zu schulen.

Zu guter Letzt wurde auf seltene Nutztierrassen und auf Joseph Cornell, den weitbekannten Naturpädagogen, von dem die Anleitungen zum bewussten Naturerlebnis stammen, hingewiesen.

Morgens hatten die Teilnehmer schon an einer Führung von „Kräuterfrau“ Christa Becker auf dem Eisenberg teilgenommen und anschließend hörten sie noch Vorträge von Martina Schäfer und Franziska Mehlhorn von der Unteren Naturschutzbehörde.

Somit ist die Ausbildung der Naturparkführer sehr professionell inhaltlich und methodisch vorbereitet. Gefördert wird die Ausbildung über das EU-Förderprogramm für den ländlichen Raum Leader. (Brunhilde Miehe)

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