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Für jedes Kind in Nentershausen einen Baum

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Von: Herbert Vöckel

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Lebensbäume werden seit 20 Jahren in der Gemeinde Nentershausen gepflanzt. Am Samstag fand die Aktion am Anspannberg im größten Ortsteil mit Eltern, Großeltern, weiteren Verwandten, Freunden und Bekannten sowie den Kindern, für die die Bäume gepflanzt wurden, statt – unser Bild zeigt die Gruppe vor einem neu in die Erde eingesetzten Hochstamm.
Lebensbäume werden seit 20 Jahren in der Gemeinde Nentershausen gepflanzt. Am Samstag fand die Aktion am Anspannberg im größten Ortsteil mit Eltern, Großeltern, weiteren Verwandten, Freunden und Bekannten sowie den Kindern, für die die Bäume gepflanzt wurden, statt – unser Bild zeigt die Gruppe vor einem neu in die Erde eingesetzten Hochstamm. © Herbert Vöckel

Für jedes Kind einen Baum – das ist die Idee hinter der Aktion Lebensbaum in der Gemeinde Nentershausen. Einmal im Jahr werden Obst- oder Laubbäume für Kinder gepflanzt, die im Vorjahr in der Gemeinde geborenen wurden.

Nentershausen – Initiator der Pflanzaktion ist der Umwelt- und Naturschutzverein Nentershausen mit dem derzeitigen Vorsitzenden Dirk Wetterau an der Spitze. Auch sein Vorgänger Karl-Heinz Berndt ist immer noch rege dabei. Seit 20 Jahren engagieren sich die Mitglieder mit dem Projekt in der Gemeinde. Nicht alle Eltern machen mit. Für die 414 Kinder, die in den zwei Jahrzehnten in den sechs Ortsteilen der Gemeinde geboren wurden, seien immerhin 289 Bäume gepflanzt worden. In diesem Jahr waren es 13 Eltern und Großeltern, die für ihren Nachwuchs einen Baum in die Erde einsetzten – zwölf in Nentershausen und einer in Weißenhasel. „Eine tolle Aktion“, fanden die Beteiligten die Aktion Lebensbaum als ein gelungenes Projekt. Sie wollen mit ihren Kindern das Wachsen und Gedeihen der Bäume begleiten. Dazu gehört auch das regelmäßige Gießen bei Trockenheit und der sichere Wildschutz mit der Hoffnung auf eine spätere reiche Ernte.

„Mit der Pflanzaktion wollen wir den Naturschutz und die Umwelt fördern“, begründete Vorsitzender Dirk Wetterau das Projekt. Ein weiterer Aspekt sei das Heimatgefühl, das mit den Lebensbäumen gestärkt werde. Durch das Pflanzen eines Baumes aus Anlass der Geburt eines Kindes würden junge Eltern und später auch ihre Kinder auf einfache Art und Weise eine Verbindung zu Heimat und Natur herstellen.

Die Grundstücke für die Lebensbaum-Planzungen werde entweder von der Gemeinde in den Ortsteilen oder von Privatpersonen vertraglich abgesichert zur Verfügung gestellt und als Streuobstwiesen oder Baumalleen angelegt. Wegen des Klimawandels sei die Pflanzaktion vom Frühjahr in den Herbst verlegt worden. „Damit erhoffen wir uns in der feuchteren Jahreszeit ein besseres Anwachsen der Bäume“, sagte der Vorsitzende am Samstag bei der Pflanzaktion am Anspannberg in Nentershausen, wo neun Bäume eingepflanzt werden sollten. Doch zwei Birnbäume fehlten. Ihre Pflanzung soll am kommenden Samstag nachgeholt werden. Nicht billig sind nach den Worten des Vorsitzenden die Kosten für einen Baum und das Zubehör wie Baumpfahl, Wühlmaus-Draht- und Wild-Verbiss-Schutz mit derzeit 77 Euro. Lange Zeit habe der Verein die Kosten aufgebracht. Das sei wegen steigender Preise nicht mehr möglich. Deshalb müssten sich die Eltern oder Großeltern mit 50 Euro pro Baum beteiligen. Auch das Namensschild aus Messing sei von ihnen zu bezahlen. Beteiligt an der Pflanzaktion am Anspannberg in Nentershausen war auch Ortsvorsteher Klaus Walther.

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