Nach Attacke in Neuenstein

Drei Jahre und sechs Monate für Messerstich

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Neuenstein/Fulda. Im Prozess gegen einen 25-Jährigen aus Neuenstein vor dem Landgericht Fulda ist am Donnerstag das Urteil gesprochen worden.

Der Angeklagte wurde wegen gefährlicher Körperverletzung  zu drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Staatsanwalt Stephan Müller-Odenwald hatte am jüngsten Verhandlungstag eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren Haft beantragt. Verteidiger Jochen Kreissl beantragte Freispruch (wir berichteten).

Der Angeklagte und sein späteres Opfer hatten sich im März dieses Jahres in einer kleinen Ferienwohnung in einem Haus in Neuenstein-Saasen  getroffen und viel Alkohol getrunken. Dann gab es offenbar Streit.

Müller-Odenwald  war überzeugt, dass der Angeklagte sich in der Küche ein Messer holte und sich dann im Wohnzimmer auf ein Sofa neben das spätere Opfer setzte und in einem spontanen, unkontrollierten Gefühlsausbruch auf seinen Bekannten einstach. Es habe vorher kein Kampfgeschehen gegeben, sondern nur einen unkontrollierten Stich. Der Angeklagte soll zur Tatzeit 2,24 bis 3,85 Promille gehabt haben.

Der Messerstich habe das Herz nur um Millimeter verfehlt. Die Lunge des Opfers sei schwer geschädigt worden. (vn/nm)

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