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Fuldataler Landapfel wächst bald im gesamten Landkreis

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Pflanzen der Freundschaft: (von links) Projektassistentin Silke Degenhardt, die Bürgermeister Thomas Rohrbach (Niederaula) Timo Heusner (Philippsthal), Alexander Wirth (Wildeck), Friedewalds Parlamentsvorsitzende Birgit Licht, die Stadträtinnen Ayse Gül Tas-Dogan (Bad Hersfeld) sowie Elvira Walter-Rosner (Rotenburg), Stadtrat Bernd Schill (Bebra), Lispenhausens Ortsvorsteher und Kulturring-Vertreter Peter Müller sowie Initiator Mario Nöding bei der Baum-Übergabe in Lispenhausen.
Pflanzen der Freundschaft: (von links) Projektassistentin Silke Degenhardt, die Bürgermeister Thomas Rohrbach (Niederaula) Timo Heusner (Philippsthal), Alexander Wirth (Wildeck), Friedewalds Parlamentsvorsitzende Birgit Licht, die Stadträtinnen Ayse Gül Tas-Dogan (Bad Hersfeld) sowie Elvira Walter-Rosner (Rotenburg), Stadtrat Bernd Schill (Bebra), Lispenhausens Ortsvorsteher und Kulturring-Vertreter Peter Müller sowie Initiator Mario Nöding bei der Baum-Übergabe in Lispenhausen. © Jan-Christoph Eisenberg

Die Sorte „Fuldataler Landapfel“ soll in den nächsten Jahren wieder im Kreis Hersfeld-Rotenburg wachsen. Dafür sorgt eine Initiative.

Hersfeld-Rotenburg – Sie sollen als verbindendes Element im Landkreis buchstäblich Früchte tragen: Die letzten 73 Heimat- und Freundschaftsbäume wurden vom Kulturring Lispenhausen jetzt an Vertreter der Städte und Gemeinden Bad Hersfeld, Bebra, Rotenburg, Friedewald, Hauneck, Kirchheim, Niederaula, Philippsthal und Wildeck übergeben – oder werden in den kommenden Tagen von den Gemeinden abgeholt.

Damit wird in Kürze in jedem der insgesamt 162 Stadt- und Ortsteile ein Exemplar der Sorte „Fuldataler Landapfel“ wachsen – und die Bemühungen von Initiator Mario Nöding haben nach 22 Jahren zum Ziel geführt. Bereits im Jahr 2000 hatte der heimatverbundene Lispenhäuser den Grundstein für die neue Regionalsorte und damit auch für die kreisweite Pflanzaktion gelegt, indem er in der Gemarkung des Rotenburger Stadtteils Apfelkerne aussäte und in den Folgejahren die Bäumchen beobachtete.

Vom Exemplar mit den schönsten, saftigsten Äpfeln, die sich zudem gut lagern lassen, schnitt er einjährige Triebe und ließ sie in einer Baumschule veredeln – der Fuldataler Landapfel war geboren. Um eine Apfelsorte zu vermehren, werden die Edelreiser mit einer sogenannten Unterlage – der Wurzel einer anderen Sorte – verbunden. Beide Teile verwachsen zu einer Pflanze. Während die Unterlage den Wuchs des Baumes bestimmt, liefert die Edelsorte die gewünschten Früchte.

Hersfeld-Rotenburg: Erste Bäume gab es schon 2020

Im Falle des Fuldataler Landapfels sollen diese die greifbare Gemeinsamkeit zwischen allen Städten und Dörfern im Landkreis sein. Ein solches verbindendes Element habe bislang gefehlt, fasste Mario Nöding die Idee zusammen, die schließlich zur Gründung einer Arbeitsgruppe „Heimat- und Freundschaftsbaum“ in der Dachorganisation der Lispenhäuser Vereine führte.

Die ersten Bäume übergaben die Initiatoren im Oktober 2020 an den Landkreis sowie drei Kommunen, weitere Exemplare folgten im Herbst 2021. Dass mit der finalen Übergaben nun bald jeder Ort im Landkreis über einen Apfelbaum derselben Regionalsorte verfügt, dürfte in Deutschland wohl einmalig sein. Ihren Dank dafür sprachen beim Übergabetermin im Namen aller Kommunen die Stadträtinnen Elvira Walter-Rosner (Rotenburg) und Ayse Gül Tas-Dogan (Bad Hersfeld sowie Thomas Rohrbach (Niederaula) als Sprecher der Bürgermeister im Kreis aus.

„Wo Heimat ist, soll dieses Bäumlein wachsen. Wo Heimat ist, sollst du dich geborgen fühlen, wo dieses Bäumlein wächst, soll Frieden sein…“, zitierte Mario Nöding bereits vor einigen Jahren verfasste Verse – für den letzten Teil sei er bis zum 24. Februar noch belächelt worden. Nun liege es in der Hand der einzelnen Orte, ob die Heimat- und Freundschaftsbäume, auch im übertragenen Sinne, Früchte tragen – die Zukunft werde zeigen, ob aus dem Projekt noch weitere Aktivitäten heranwachsen, unterstrich Mario Nöding. (Jan-Christoph Eisenberg)

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