SG Eiterfeld/Leimbach

Diese Familie ist das Rückgrat des Fußball-Kreisoberligisten

Familienfoto vor dem Tor des VfL Eiterfeld: Das Bild zeigt von links Vater Andreas, Thomas, der über Steffen springt, Marco und Mutter Elke. Foto: Wenzel

Eiterfeld/Leimbach. Oft kommt es vor, dass Elke und Andreas gar nicht richtig sehen, was auf dem Platz passiert. Denn während der Spiele sind sie beschäftigt.

So zum Beispiel am Samstag beim 5:1-Heimsieg des Kreisoberliga-Meisterfavoriten gegen Wildeck.

Als Steffen in der 60. Minute den Ball aus gut 17 Metern zum 4:1 unter die Latte donnerte, da bediente die Mama - sie ist auch im erweiteren Vorstand zuständig für die Organisation der Sportlerheim-Bedienung - gerade einen der zahlreichen Fans in der Würstchenbude vor dem Sportlerheim „Am Hain“. Und der Papa, der beim Sportlerheim-Umbau maßgeblich beteiligt war., ordnete im Getränkestand gerade das Leergut.

Dabei war nicht er es, der die Kicker-Gene mit in die Familie brachte - er hatte zwar ganz früher einmal gespielt, sich aber später dem Tenorhornblasen im Orchesterverein verschrieben - sondern eher Elke, die früher zum Arzeller Frauenteam gehörte. „Ich denke, die drei haben das Fußballspielen von mir geerbt“, sagt sie. Und lacht verschmitzt.

Baustrahler als Flutlicht

Fußball gehörte bei den Aumann-Kindern zur Jugend wie das tägliche Brot. Schon früh bolzten die drei Söhne mit dem runden Leder. „Meistens hat die Jugend aus dem ganzen Dorf bei uns im Garten gekickt“, erzählt Thomas. „Und wenn es abends dunkel wurde, dann habe ich einen Baustrahler aufgestellt. Als Flutlicht“, fügt der Papa an.

Es passierte schon mal, dass eine Scheibe im Gewächshaus in Nachbars Garten zu Bruch ging. „Wir sind gut versichert“, sagt Andreas mit einem Lächeln im Gesicht.. Die drei durchliefen seit der F-Schüler auch sämtliche Juniorenmannschaften des VfL.

Während Marco - er spielt im Tor - bei den Senioren erst nach Ufhausen und dann nach Unterhaun ging, stand ein Wechsel für die zentralen Mittelfeldspieler Steffen und Thomas nie zu Debatte. „Wenn es einmal bergab geht, wie bei uns als wir vor fünf Jahren von der Verbandsliga in die Kreisoberliga durchgereicht worden sind, dann kannst du das dem Team und dem Verein nicht antun“, sagt Steffen, der schon 2007 zur Meistermannschaft gehörte, die unter Jürgen Kress als Trainer damals in die Verbandsliga aufstieg.

Er freut sich, dass der Teamgeist in der Mannschaft neu geweckt worden ist: „Da hat sich wieder etwas entwickelt. Wir sind gut mit Akteuren aus der Gemeinde aufgestellt, haben uns mit epielern wie Nils Fischer und Manuel Schmidt prima ergänzt.“ Erfolg macht Spaß. Auch für das Topduell am Samstag bei der FSG Hohenroda gibt Steffen die Marschroute vor: „Wir wollen jetzt auch weiter ungeschlagen bleiben. Auch im Topduell am Sonntag in Ransbach bei der FSG Hohenroda.“ Der Countdown zum Meistertitel läuft bei der SG Eiterfeld.

Von Hartmut Wenzel

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