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Synode des Evangelischen Kirchenkreises diskutierte über Zukunft von Gebäuden

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Von: Ute Janßen

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Befasste sich mit der Zukunft der kirchlichen Gebäude: Die Synode des evangelischen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg in der Festhalle Friedewald.
Befasste sich mit der Zukunft der kirchlichen Gebäude: Die Synode des evangelischen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg in der Festhalle Friedewald. © Ute Janßen

Synode des Evangelischen Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg befasste sich in Friedewald mit der Zukunft von kirchlichen Gebäuden.

Friedewald – „Bitte bewegen Sie sich jetzt!“ - Dieser Satz, mit dem Dekan Dr. Frank Hofmann die Mitglieder der Synode des Kirchenkreises Hersfeld-Rotenburg in die Kleingruppenarbeit schickte, war durchaus programmatisch zu verstehen. Nicht nur die Sitzordnung in der Friedewalder Festhalle wurde aufgebrochen, auch gedanklich waren die Synodalen aufgerufen, sich ohne Denkverbote auf neuen Terrains zu bewegen.

Im Mittelpunk stand der zukünftige Umgang mit Gebäuden, von denen auch die Kirche in der Region zahlreiche besitzt: nicht nur die Kirchen, sondern auch Pfarr- und Gemeindehäuser. Im Zuge des derzeit laufenden landeskirchlichen Reformprozesses wird es in den kommenden Jahren schmerzhafte Veränderungen geben, dies gilt umso mehr, als viele kirchliche Gebäude auch einen hohen emotionalen Wert für die Menschen hätten, betonte Dekan Dr. Frank Hofmann. Da es für die Gemeinden zukünftig keine Mittelzuweisungen mehr für die Unterhaltung von Gemeindehäusern geben werde und da aufgrund der rückläufigen Mitgliederzahlen der Kirchen auch die Kirchensteuereinnahmen erheblich geringer ausfallen würden als derzeit gewohnt, müsse auch die Gebäudenutzung auf den Prüfstand gestellt werden.

Wie Dekan Dr. Frank Hofmann ausführte, sollen Kirchengebäude nur in Ausnahmefällen aufgegeben werden, dass Gemeinden jedoch andere Gebäude auch aufgrund mangelhafter Bausubstanz oder – wie gerade jetzt deutlich spürbar wegen hoher Heiz- und Energiekosten – zukünftig nicht mehr unterhalten können, liege durchaus im Rahmen des Erwartbaren. Daher brauche es schon jetzt Überlegungen, wie Gebäude zukünftig genutzt werden könnten und ob es nicht an einigen Stellen auch Kooperationen mit anderen Trägern geben könnte.

Entscheidungen waren an diesem Tag noch nicht gefordert. Zunächst müssten die Mitglieder der Kirchenvorstände und die Entscheidungsträger in den Kooperationsräumen eine Bestandsaufnahme vornehmen und die anstehenden Veränderungen in Ruhe und mit Mut zur Innovation diskutieren. Auch die Veränderungen durch den bis 2026 umzusetzenden Pfarrstellenplan müssten hier in Bezug auf die zukünftige Nutzung der Pfarrhäuser mitgedacht werden. Die Notwendigkeit zur Veränderung griffen auch der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll und Monsignore Bernhard Schiller als Vertreter der katholischen Kirche in ihren Grußworten auf.

In seinem Bericht ging Dekan Dr. Hofmann auch auf die Notwendigkeit zum Energiesparen ein. Auch die Kirchen müssten hier ihren Beitrag leisten. Kürzere Gottesdienste und warme Kleidung ermöglichten auch Zusammenkünfte in nicht oder wenig beheizten Kirchen. Hofmann rief dazu auf, mit der gegenwärtigen Situation kreativ und verantwortungsbewusst umzugehen. Demnächst werde es hierzu eine Arbeitshilfe geben, die auch von der katholischen Kirche mitgetragen werde. (Ute Janssen)

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