Bürgermeister und Landrat warnen

Corona-Wert im Kreis kurz vor zweiter Warnstufe

Das Bild zeigt Bürgermeister Harald Preßmann
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Harald Preßmann, Sprecher der Bürgermeister.

Mit gleich zwölf Corona-Neuinfektionen am Mittwoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hersfeld-Rotenburg schlagartig auf 30,6 gestiegen.

Hersfeld-Rotenburg - Der Wert, der die Anzahl der positiven Tests pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche anzeigt, lag im Kreis zuletzt am 15. April so hoch. Der Kreis steht damit kurz vor der zweiten Corona-Warnstufe, die ab einer Inzidenz von mehr als 35 greift.

„Die Gefahr flächendeckender Infektionen steigt aktuell deutlich“, warnen Landrat Dr. Michael Koch (CDU) und Harald Preßmann (parteilos), Sprecher der Bürgermeister im Landkreis. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, jetzt besonders umsichtig zu handeln, um sich und andere nicht unnötig zu gefährden“, schreiben sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung. „Wir haben selbst in der Hand, dass unsere Schulen geöffnet bleiben. Auch Geschäfts- und Betriebsschließungen können vermieden werden, wenn wir weiterhin mit Rücksicht und Bedacht handeln“, so Koch und Preßmann, die daran erinnern, dass es jetzt wichtig sei, auf Mindestabstände und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu achten. Den Kommunalpolitikern sei bewusst, wie viel den Bürgern seit Monaten zugemutet werde, sie betonen zugleich aber, „dass dem Virus nur mit Durchhaltevermögen und Schutzmaßnahmen begegnet werden kann“.

Koch und Preßmann haben angekündigt, dass sich der Verwaltungsstab des Landkreises ab sofort wieder regelmäßig treffen wird, um auf die sich mittlerweile täglich ändernde Situation reagieren zu können.

Die zwölf positiven Tests gingen vor allem auf Reiserückkehrer und Kontaktpersonen auf bereits Infizierte zurück, so Kreis-Sprecherin Jasmin Krenz. Betroffen seien zwei Frauen und zehn Männer im Alter von 14 bis 60 Jahren.

Gestiegen ist auch die Zahl der Menschen, für das Gesundheitsamt häusliche Quarantäne angeordnet hat: von 212 am Dienstag auf 240. Das hat dafür gesorgt, dass die für die Alltagsbeschränkungen maßgebliche Sieben-Tage-Inzidenz auf 30,6 geklettert ist. Am Vortag hatte der Kreis mit einem Wert von 21,5 erstmals seit dem Sommer die erste Warnstufe übersprungen. Ab einer Inzidenz von 35 gilt in Hessen die zweite Warnstufe. Betroffenen Regionen empfiehlt das Land dann unter anderem eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr.

Von Sebastian Schaffner

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