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Polizei kontrolliert Laster bei Aktionstag in Kirchheim

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Von: Yuliya Krannich

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Aktionstag in Kirchheim: Für manche Fahrer endete die Fahrt nach der Kontrolle, andere mussten ein Bußgeld zahlen.
Aktionstag in Kirchheim: Für manche Fahrer endete die Fahrt nach der Kontrolle, andere mussten ein Bußgeld zahlen. © TV-News Hessen

Fast im Minutentakt hat die Polizei Lastwagen von den Autobahnen 4, 5 und 7 auf einen Parkplatz in Kirchheim geleitet. Dort fand bei einem Aktionstag eine groß angelegte Kontrolle statt.

Kirchheim – Am Mittwoch fand ein Aktionstag der osthessischen Polizei anlässlich des Fernfahrerstammtisches in Kirchheim statt. Ab 10 Uhr kontrollierten Polizeibeamte aus mehreren Dienststellen gemeinsam mit der BAG und dem Zoll den Schwerlastverkehr rund um das Kirchheimer Dreieck.

Es wurden Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs auf den Autobahnen 4, 5 und 7 von Streifenwagen selektiert und dann auf einen Parkplatz auf dem Gelände des SVG Autohofes in Kirchheim begleitet. Zum ersten Mal nahmen auch Beamte der Bundespolizei an der Kontrolle teil.

Drei Ausbilder von der Bundespolizeiausbildungsstätte in Rotenburg begleiteten die Einsatzkräfte, um sich einen Überblick über die Praxis im Gefahrgutrecht zu verschaffen. Auf dem Gelände wurden die Laster von den speziell geschulten Kräften untersucht, wobei der Schwerpunkt der Untersuchung auf Gefahrgut und Ladungssicherung lag.

Mehrere Verkehrsunfälle mit beteiligten Gefahrguttransportern auf den osthessischen Autobahnen in der jüngeren Vergangenheit gaben den Beamten der Autobahnpolizei Bad Hersfeld den Anlass zur Erhöhung des Kontrollaufkommens und zur Sicherheit der Autofahrer. Aber auch die Überprüfung der Fahrtüchtigkeit und die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten durch Mitarbeiter vom Amt für Arbeitsschutz fanden Beachtung.

Fast im Minutentakt wurden Lastwagen und Sattelzüge auf das Autohofgelände geleitet und kontrolliert. Es wurden viele Verstöße festgestellt und geahndet. Besonders auffällig war ein zu hoch beladener Autotransporter, der aufgrund der falschen Beladung die Fahrzeuge umladen musste, um die vorgeschriebenen Ausmaße zu erreichen.

Ein Fahrer eines Lasters, auf dem leere, aber weder gereinigte noch ausreichend gesicherte Gefahrgutbehälter transportiert wurden, ist ebenfalls angehalten worden.  Da er nicht genügend Spanngurte mitführte, musste er Zurrmaterial nachkaufen, um seine Ladung ausreichend sichern zu können, bevor er seine Fahrt fortsetzen konnte. Dieser Fahrer musste auch noch ein Bußgeld von 300 Euro und sein Chef ein Bußgeld von 800 Euro bezahlen. Beide bekommen außerdem einen Punkt in Flensburg.

Auch ein weiterer Gefahrguttransporter musste seine Ladung an der Kontrollstelle nachträglich sichern. Der Fahrer eines ukrainischen Sattelzuges wurde zur Kontrollstelle geleitet, da er der Streife auf der Autobahn durch verbotswidriges Überholen auffiel. Nach einer Kontrolle und der Zahlung eines Bußgeldes von 98 Euro konnte er seine Fahrt fortsetzen.

Für den Fahrer eines polnischen Lastzuges endete die Fahrt an der Kontrollstelle. Sein Fahrzeug war für die mitgeführte Ladung nicht geeignet. Von der Autobahnpolizei werden immer wieder Kontrollen im Schwerlastverkehr durchgeführt. Erschreckend ist dabei, dass bei sehr vielen Fahrzeugen Mängel festgestellt werden, die eine Gefahr darstellen. Bei fast jedem Laster ist die Ladung unzureichend gesichert. Es bestätigt sich, dass solche Kontrollen notwendig sind. Das Ergebnis der Kontrolle wird erst nach der Auswertung aller Kräfte feststehen.  (yk)

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