Regionalverband Osthessen gegen Windkraft gegründet – Demonstration am Samstag

Gegner bündeln Protest

Rufen zur Kundgebung am nächsten Samstag „Gegen den Windwahn in Osthessen“ auf: von links Vernunftkraft-Landeschef Bernhard Klug und die regionalen Sprecher Gunther Rose, Ulrich Richter, Edith Thiesen und Jörg Clar. Foto: Volker Nies

Fulda/Bad Hersfeld. Die 18 Anti-Windkraft-Initiativen in Osthessen bündeln ihre Kräfte im neu gegründeten Regionalverband „Vernunftkraft Osthessen“. Der Verband organisiert am Samstag, 28. Februar, eine Demonstration in Fulda und prüft eine Beteiligung an der Kommunalwahl 2016 in einzelnen Gemeinden.

„Es reicht nicht, jeweils in unserer Gemeinde gegen den Bau von Windkraftanlagen zu kämpfen. Wir müssen die Bürger informieren, dass die begonnene Energiewende nicht funktionieren kann“, sagte Gunther Rose, einer der Sprecher des neuen Verbands, der sich kürzlich in Fulda vorstellte. Wenn die Regionalversammlung in Kassel die geplanten 3000 Hektar Windkraftflächen im Landkreis Fulda beschließe, fänden im Landkreis bis zu 330 Windräder Platz, rechnete Rose vor. Das bedeute eine gewaltige Naturzerstörung.

Mit einem Paukenschlag will der Regionalverband an die Öffentlichkeit treten: Am nächsten Samstag soll ab 10 Uhr am Bahnhofsplatz in Fulda die erste größere Anti-Windkraft-Demo der Region stattfinden.

Es gab zwar bereits zwei große Kundgebungen gegen die Energiewende in Fulda. Sie richteten sich aber gegen die Stromtrasse Suedlink. „Wir wollen klar machen, dass die Energiepolitik die Menschen nicht überfahren darf. Es gibt in Osthessen keine Mehrheit für den massenhaften Bau von Windrädern“, sagte Ulrich Richter.

„Früher für Windenergie“

Der Burghauner erklärte, er sei früher bei den Grünen und für Windenergie gewesen. Mittlerweile sei er nicht mehr bei den Grünen und sei zu dem Urteil gelangt, dass Windenergie gegen den Klimawandel nicht helfe.

Am nächsten Samstag sollen der Ingenieur Dr. Detlef Ahlborn als Vize-Vorsitzender der Bundesinitiative Vernunftkraft, FDP-Kreisfraktionschef Mario Klotzsche als Sprecher des Vernunftkraft-Regionalverbands, der Windkraft-kritische Waldbesitzer Karl Georg Graf zu Solms-Laubach sowie René Rock, der energiepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion sprechen. „Vielleicht kommt auch der nordhessische CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Ich habe gerade mit ihm gesprochen“, sagte Regionalsprecher Jörg Clar. Er rechnet mit 500 Teilnehmern. Auch aus Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz gebe es Zusagen.

Vernunftkraft verlangt, vorerst keine Windräder zu bauen. Ein solches Moratorium werde auch von den Grünen in Brandenburg und der CDU in Rheinland-Pfalz gefordert.

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Von Volker Nies

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