Neues Zuhause für die Feuerwehr

Gemeinde Nentershausen will 2022 insgesamt 1,4 Millionen Euro investieren

Noch rollen die Bagger: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Süß liegt gut im Zeitplan. Innen fehlen noch Bodenbeläge und Türen. Auch die sanitären Anlagen sind noch nicht fertig. Außen muss noch die Zufahrt zu den Fahrzeughallen gepflastert werden. Und dann folgt die Bepflanzung der Außenanlage. Wenn es keinen Materialmangel wegen Corona gibt, soll das neue Zuhause der Feuerwehr im Mai 2022 fertig sein.
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Noch rollen die Bagger: Der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Süß liegt gut im Zeitplan. Innen fehlen noch Bodenbeläge und Türen. Auch die sanitären Anlagen sind noch nicht fertig. Außen muss noch die Zufahrt zu den Fahrzeughallen gepflastert werden. Und dann folgt die Bepflanzung der Außenanlage. Wenn es keinen Materialmangel wegen Corona gibt, soll das neue Zuhause der Feuerwehr im Mai 2022 fertig sein.

Die Gemeinde Nentershausen will auch in schwierigen Zeiten weiter investieren. Im Vergleich zu diesem Jahr will sie sogar noch eine Schippe drauflegen: 2021 wird die Gemeinde etwa eine Million Euro für Investitionen ausgeben, 2022 sollen es sogar 1,4 Millionen Euro werden.

Nentershausen - Das berichtete Bürgermeister Ralf Hilmes (SPD) in der Sitzung der Gemeindevertretung bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2022. Um das stemmen zu können, nimmt die Gemeinde neue Kredite in Höhe von 1,3 Millionen Euro auf. Getilgt werden in diesem Zeitraum etwa 220 000 Euro.

Die Gemeinde will Geld unter anderem für diese Projekte ausgeben:

- Feuerwehrgerätehaus Süß: Für die Abschlussfinanzierung stellt die Gemeinde noch einmal 346 000 Euro zur Verfügung. Die Kosten sind wie befürchtet unter anderem durch in Corona-Zeiten gestiegene Materialkosten höher ausgefallen als geplant. Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr in Süß ist mit 160 000 Euro veranschlagt.

- Barbarastraße: Dringend sanierungsbedürftig ist die Barbarastraße im Ortsteil Nentershausen. Sie soll 210 000 Euro kosten. Bei Starkregen ist dort auch die Wasserableitung ein massives Problem, berichtete Bürgermeister Hilmes.

- Unimog: Der Unimog der Gemeinde (Baujahr 1983) ist in die Jahre gekommen. Der Verkauf eines vergleichbaren Fahrzeugs, das im Sommer und im Winterdienst eingesetzt werden kann, war schon 2020 eingeplant, musste aber verschoben werden. Welche Art Fahrzeug es wird, soll noch entschieden werden. Eingeplant sind dafür 295 000 Euro.

- Kanalsanierung: In Süß geht die Kanalsanierung weiter in den Straßen Am Überloor und Auf dem Überloor. Dafür plant die Gemeinde Kosten von 180 000 Euro ein für die Restflächen, die nach dem Abschluss der Kanalsanierung noch asphaltiert werden müssen.

- Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen: Die bereits 2021 eingeplanten 200 000 Euro dafür stehen weiter zur Verfügung. Um an den Bushaltestellen in Bauhaus auf einer Länge von etwa 90 Metern und in Mönchhosbach auf einer Länge von etwa 180 Metern die abgängigen Gehwege mit zu erneuern, gibt die Gemeinde weitere 45 000 Euro aus.

- Digitalfunk Feuerwehr: Die Umstellung auf elektrische Sirenen und weitere neue Funkmeldeempfänger soll 17 000 Euro kosten.

- Neubaugebiet: In Nentershausen soll ein Neubaugebiet entstehen. Für die Suche nach dem Standort, Planungen und Baugrunduntersuchungen stellt die Gemeinde 20 000 Euro zur Verfügung.

- Radweg: Ein Radweg von Süß nach Richelsdorf soll das Radwegnetz ergänzen. Das planen Nentershausen und Wildeck gemeinsam. Nentershausen gibt für die Planung 15 000 Euro aus.

- Neue Straßenlaternen: Eine neue Straßenlaterne im Bereich des Feuerwehrhauses in Weißenhasel sowie zwei neue Straßenlaternen am Feuerwehrhaus in Süß schlagen mit Kosten in Höhe von 9000 Euro zu Buche.

„Die Aufstellung des Haushalts war und ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten“, betonte Bürgermeister Ralf Hilmes. Die Einnahmen seien gesunken, die Ausgaben gestiegen. So wird zum Beispiel die Kreis- und Schulumlage um 73 000 Euro steigen auf 1,7 Millionen Euro, die Kosten für die Kita um etwa 90 000 Euro auf 430 000 Euro. Die gute Nachricht für die Nentershäuser: An der Steuerschraube wird nicht gedreht. Die Grundsteuern A und B (650 Prozentpunkte) und die Gewerbesteuer (400 Prozentpunkte) bleiben unverändert. Weitere coronabedingte Ausfälle bei der Gewerbesteuer gab es nicht. Für 2022 erwartet die Gemeinde Einnahmen von 500 000 Euro. 35 Betriebe zahlen Gewerbesteuer, davon sechs Betriebe mehr als 10 000 Euro pro Jahr.

Von René Dupont

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