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Meckbach feiert seine Brandschützer

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Auch früher wurde gefeiert: Zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahr 1965 fahren Landwirt und Straßenbauer Hermann Freitag (links) und der Schmied Simon Both im Festzug mit dem Pferdegespann der Freitags und einer alten Feuerwehrspritze durch das Dorf.
Auch früher wurde gefeiert: Zur Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses im Jahr 1965 fahren Landwirt und Straßenbauer Hermann Freitag (links) und der Schmied Simon Both im Festzug mit dem Pferdegespann der Freitags und einer alten Feuerwehrspritze durch das Dorf. © Wilfried Apel/Familie Freitag

Die Freiwillige Feuerwehr Meckbach besteht seit 90 Jahren. Das wurde jetzt beim Gemeindefeuerwehrtag in Ludwigsau gefeiert.

Meckbach – Beim Helfen und beim Feiern sind die Meckbacher seit jeher dicke da. Von daher war die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr am 10. September 1932 für den Feuerwehrverein Meckbach und die Gemeinde Ludwigsau genau der richtige Anlass, zur Feier des 90-jährigen Bestehens und zum Gemeindefeuerwehrtag in das Dorf am Rande des Seulingswalds einzuladen.

Zum Programm des Festwochenendes zählten neben der Jahreshauptversammlung die Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren, an der Mannschaften aus Meckbach/Mecklar (Löschgruppe 1), Rohrbach und Gerterode teilnahmen, und die Orientierungsfahrt, an der sich sechs Einsatzabteilungen beteiligten. Bei den jungen Leuten, bei denen es bei der „Bundeswettkampfübung“ vor allem um praktische Fähigkeiten, aber auch um Schnelligkeit ging, schnitten die Lokalmatadoren am besten ab.

Gewinner waren aber eigentlich alle Jungen und Mädchen, denn erfahrene Wertungsrichter erläuterten ihnen nach den jeweiligen Durchläufen, was gut und was weniger gut gelaufen war. Jeder einzelne Trupp wurde gesondert beurteilt: der Maschinist, der Angriffstrupp, der Wassertrupp, der Schlauchtrupp, der Melder und der Gruppenführer. „Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden“, hörte man das eine oder andere Mal aus dem Mund der Referees, die mit den Leistungen der „Kleinen“ im Großen und Ganzen aber recht zufrieden waren. Überraschendes, ohne Weiteres behebbares Manko: „Mit der Lautstärke der Kommandos muss es noch besser werden. Man hört zu wenig von Euch. Schreit heraus, was Ihr könnt!“ Derartige „Probleme“ hatten die an der Orientierungsfahrt teilnehmenden „alten Kämpfer“ nicht. Stellen an diversen Stationen Feuerwehrwissen unter Beweis und letztendlich waren es die Gerteröder, die mit 510 Punkten am besten abschnitten.

Die Geschichte der Feuerwehr und des seit 2012 von ihm geführten Feuerwehrvereins, dem zurzeit 212 Mitglieder angehören, beleuchtete Kai Dehnhardt. Mit Daten, Fotos, aber auch der einen oder anderen Anekdote blickte er zurück, unter anderem auf die Amtszeit der Meckbacher Wehrführer. Am Anfang der Liste steht Wilhelm Fey, der nach Erinnerung von Hermann Freitag immer wieder gern gesagt hat: „Auf diesem Schiff bin ich der Kapitän!“, gefolgt von Albert Heyer, Heinrich Rössing, Kurt Blum, Jörg Apel, Thorsten Ernst und dem jetzigen Wehrführer Robert Apel.

Immer wieder sei die Geräteausstattung verbessert worden, und seit es das 1965 eingeweihte Feuerwehrgerätehaus gebe, sei auch dieses immer wieder auf Vordermann gebracht worden – zuletzt bis kurz vor dem Jubiläum mit ganz viel Eigenleistung der Feuerwehrkameraden.

Mit einem von Pfarrer Dr. Michael Koktysz gehaltenen Gottesdienst, dem Aufmarsch der Wehren und Vereine, der Überreichung von Anerkennungsprämien an langjährige Aktive und einem gemütlichen Nachmittag mit den Wildecker Musikanten klang der Gemeindefeuerwehrtag aus. (Wilfried Apel)

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