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Gemeinsam auf den Gipfel: Jahresabschlusswanderung zum Soisbergturm

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Massenstart in der Ortsmitte: Von Soislieden aus machten sich die Teilnehmer der Jahresabschlusswanderung auf den Weg zum Soisbeg-Gipfel.
Massenstart in der Ortsmitte: Von Soislieden aus machten sich die Teilnehmer der Jahresabschlusswanderung auf den Weg zum Soisbeg-Gipfel. © Jan-Christoph Eisenberg

Nachdem die Jahresabschlusswanderung der Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg zweimal coronabedingt ausgefallen war, zog es die Bewohner der umliegenden Orte wieder auf den Gipfel.

Soislieden – Der Weg hinauf auf den Soisberg – für viele Bewohner der umliegenden Orte gehört er „zwischen den Jahren“ einfach dazu.

Zweimal in Folge war die traditionelle Jahresabschlusswanderung der Bürgerinitiative Aussichtsturm Soisberg Corona zum Opfer gefallen. Jetzt aber locken wieder der 630 Meter hohe Gipfel und der Panoramablick vom knapp 25 Meter hohen Aussichtsturm – und zahlreiche Wanderer folgen dem Ruf. Rüstige Rentner mit Nordic-Walking-Stöcken finden sich am Mittwochmittag ebenso im kleinsten Hohenrodaer Ortsteil Soislieden ein wie Gruppen junger Erwachsener mit flüssigem „Proviant“ im Rucksack, Familien mit Kindern im Grundschulalter und Jugendliche. Sie alle haben ein gemeinsames Ziel: Den König des Kegelspiels, wie der Berg auch genannt wird.

Weiter Blick: Die Wanderer genießen die Aussicht über die umliegenden Orte.
Weiter Blick: Die Wanderer genießen die Aussicht über die umliegenden Orte. © Eisenberg, Jan-Christoph

Die Tour am Jahresende gibt es seit über 25 Jahren. Anfangs führte die Wanderung noch zum baufälligen Holzturm aus dem Jahr 1955. Später machten sich die Teilnehmer ein Bild vom Baufortschritt und spendeten für die insgesamt 111 Stufen. Doch auch nach der Einweihung des neuen Turms im Jahr 2004 zog es Angehörige und Freunde der Bürgerinitiative kurz vor dem Jahreswechsel hinauf.

Gehört dazu: Der Gipfelschnaps zur Stärkung nach dem Aufstieg auf den Soisberg.
Gehört dazu: Der Gipfelschnaps zur Stärkung nach dem Aufstieg auf den Soisberg. © Eisenberg, Jan-Christoph

Aktiv waren die Mitglieder auch während der zweijährigen Coronapause – nicht nur am und im Umfeld des Turms, wie der Vorsitzende vor dem Start berichtet: Neben einem neuen Faltblatt für Besucher ist in den vergangenen Monaten auch die Internetseite soisbergturm.de entstanden, die nun schrittweise mit Inhalten gefüllt werden soll. Für das kommende Jahr plant die Bürgerinitiative, die im Sommer ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert hat, eine Tagesfahrt. Auch an der Zertifizierung des acht Kilometer langen Panoramaweg um den Soisberg mit Prädikat Extratour wird weiter gearbeitet.

Bergauf geht es in diesem Jahr über die Route am Hochbehälter – der bequemere der beiden Aufstiege, aber durchaus geeignet, nach üppigen Weihnachtsessen überschüssige Kalorien zu verbrennen. Zur Stärkung fließt am Ziel der Gipfelschnaps, der zur Jahresabschlusswanderung einfach dazugehört. Und auch das hat bei diesem Termin Tradition: Die Vorstandsmitglieder deponieren das neue Gipfelbuch im Metallkasten am Fuß des Turms, damit sich Besucher auch 2023 darin verewigen können.

Die meisten Jahresabschlusswanderer erklimmen die 111 Stufen des Aussichtsturms. Die daran montierten Namenstafeln der Unterstützer des Wiederaufbaus haben Ehrenamtliche jüngst mit frischer Farbe versehen. Über den Baumwipfeln, auf der obersten Plattform, bietet sich ein atemberaubender Ausblick, für den die Menschen „ihren“ Turm so lieben – auch wenn knapp 20,5 Meter über dem Boden der Wind gehörig pfeift.

Als sich die ersten Wanderer nach der Rückkehr nach Soislieden bereits im Hof von Familie Wuchert bei Heiß- und Kaltgetränken sowie Würstchen stärken, treten weitere Soisbergfreunde den Weg zum Turm an. Für viele von ihnen steht bereits fest: Spätestens in einem Jahr geht es wieder hinauf.

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