Länderübergreifendes Sammeln am 18. September geplant

Gemeinsame Aktion von Philippsthal und Vacha gegen Müll

Das Foto zeigt die Akteure des Umwelt-Aktionstages auf der Brücke der Einheit als  Darsteller für ein Werbevideo des Bundeswirtschaftsministeriums.
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Nicht in die Kamera schauen: Die Akteure des Umwelt-Aktionstages erwiesen sich auf der Brücke der Einheit als talentierte Darsteller für ein Werbevideo des Bundeswirtschaftsministeriums.

Zu einer länderübergreifenden Müllsammelaktion im Zuge des Wettbewerbs „Machen!2021“ rufen die Bürgermeister von Philippsthal und Vacha für den 18. September auf.

Philippsthal/Vacha – Ideen muss man haben. Was das Engagement von Bürgern für ein sauberes Lebensumfeld angeht, ist Antje Merzweil immer kreativ – diesmal im Rahmen des Wettbewerbs „Machen!2021“.

Auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fand die Unterbreizbacherin die Kategorie „Ost-West-Partnerschaften – Gemeinsamkeiten entdecken“, und ihr fiel ein: Warum nicht die Brücke der Einheit zwischen Vacha und Philippsthal“ zum Scharnier gemeinsamer Aufräumaktionen unter dem Dach des World Cleanup Day machen? Auch die Bürgermeister von Vacha und Philippsthal, Martin Müller (CDU) und Timo Heusner (SPD), ließen sich dafür begeistern.

Mit diesem politischen Hinterland und gestützt auf die wachsende Bereitschaft in der Bevölkerung, selbst für eine saubere Umwelt aktiv zu werden, entwickelte Antje Merzweil ihren Wettbewerbsvorschlag. Unterstützung kommt nicht nur von den beiden Bürgermeistern, der Vitus-Grundschule in Vacha und der Philippsthaler Kreuzberg-Grundschule. Kindergärten, Vereine, Feuerwehren, Familien und einzelne Bürger signalisieren ihre Aufgeschlossenheit. Hinzu kommt: Die Werrabrücke, die seit dem Mittelalter als Glied der Via Regia für die menschliche und wirtschaftliche Verbindung zwischen Landesteilen stand, aber ab Kriegsende bis zum Mauerfall eine Grenzfestung wurde, steht heute umso mehr für Gemeinsamkeit.

In Vorbereitung auf den Aktionstag am 18. September kam dieser Tage ein TV-Produktionsteam, um im Auftrag des Ministeriums einen Werbefilm zu erstellen, der in Kürze unter bmwi.de abrufbar sein soll. Akteure waren Schüler und Lehrer der Kreuzbergschule, die bereits Ferien hatten, während sich ihre Gegenüber aus Vacha mit Blick auf das kurz bevorstehende Thüringer Schuljahresende entschuldigt hatten. Das Drehbuch enthielt einen Querschnitt der am Projekttag geplanten Aktionen und Tätigkeiten, von der Begrüßung in der Mitte der Brücke über die Verteilung der Ausstattung, darunter WCD-Warnwesten, Handschuhe und Müllgreifer, Müllsäcke und Desinfektionsspray. Fußgänger und Radfahrer, die die Brücke passierten, spendierten ihre Aufmerksamkeit.

Das Werraufer wurde ebenfalls einbezogen, schließlich gehört auch die Säuberung von Flüssen und Meeren zu den Anliegen. Da bekamen die Mitwirkenden gleich weit gereiste Zuschauer, denn ein holländisches Kanufahrer-Ehepaar hatte gerade angelegt, um hier sein Zelt aufzuschlagen. Die Juroren des Ideenwettbewerbs waren von dem durch Antje Merzweil eingereichten Vorschlag angetan. Er belegte in seiner Kategorie den vierten Platz, der mit 8000 Euro dotiert ist.

Das Geld soll für Sicherheitsutensilien, Plakatdruck und eventuell Essen, Getränke und Musik für eine Abschlussveranstaltung verwendet werden. Kleine und große Zeitgenossen, Gruppen und Vereine sollen motiviert werden, ein Stück Umwelt von den Spuren allzu lässiger Mitmenschen zu befreien, von der Plastiktüte bis zur Coronamaske. (Werner Kaiser)

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