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Gemischtes Jahr für das DRK: Hilfsorganisation im Kreis war wieder in allen Bereichen aktiv

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Von: Daniel Göbel

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Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg konnte in diesem Jahr nach den Corona-Einschränklungen wieder alle Dienste wie gewohnt anbieten. symbo
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg konnte in diesem Jahr nach den Corona-Einschränklungen wieder alle Dienste wie gewohnt anbieten. symbo © drk/nh

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg blickt im Vergleich zu den Vorjahren auf ein gemischtes Jahr zurück.

Hersfeld-Rotenburg – Nach der Coronakrise konnten im Jahr 2022 zwar alle Bereiche der Tätigkeiten des DRK wieder in gewohntem Umfang umgesetzt werden, bestätigen die Kreisverbände Rotenburg und Hersfeld auf Anfrage.

Dennoch musste der Rotenburger Kreisverband Insolvenz anmelden. Das vorläufige Insolvenzverfahren soll die Sicherstellung des Betriebes für die nächsten Monate gewährleisten (wir berichteten). Dazu gehört insbesondere der Rettungsdienst in den sieben nördlichen Kreis-Kommunen.

Im Kreisverband Hersfeld engagieren sich aktuell 400 ehrenamtliche Mitglieder, wie Geschäftsführer Frank Leyendecker berichtet. Zusammen mit dem DRK-Rettungsdienst Waldhessen stelle der Kreisverband die rettungsdienstliche Versorgung sicher mit insgesamt 140 hauptamtlich Beschäftigten.

Ob Katastrophenschutz, Rettung aus Lebensgefahr, Blutspende- und Sanitätsdienst, Erste-Hilfe-Ausbildung sowie Angebote für Familien, Senioren und Jugendliche - in all diesen Bereichen war das DRK 2022 aktiv.

„Wir hatten 2022 besonders mit krankheitsbedingten personellen Ausfällen zu kämpfen. Zudem mussten wir uns auf gesetzliche Änderungen beim Infektionsschutzgesetz und Regelungen im Zusammenhang mit Corona einstellen“, bilanziert Leyendecker. Der Krieg in der Ukraine habe dem Thema Krisenvorsorge eine größere Bedeutung verliehen.

Besondere Einsätze waren 2022 laut Leyendecker beispielsweise verschiedene Betreuungseinsätze, etwa die Unterstützung der Feuerwehr beim Großbrand in Asbach, die Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft in Bad Hersfeld, die Unterstützung des DRK Hessen bei Hilfstransporten nach Osteuropa und die Teilnahme an einer Großübung mit Zugunglück im Eisenbahntunnel.

Eine dauerhafte Herausforderung bleibe die Mitgliederbetreuung und Nachwuchsgewinnung, ebenso die Weiterentwicklung der Tätigkeitsbereiche.

400 ehrenamtliche Mitglieder

Der Bestand an aktiven Mitgliedern sei 2022 mit 400 Ehrenamtlichen nahezu unverändert geblieben, dennoch bestehe hinsichtlich Mitgliedergewinnung ein anhaltender Handlungsdruck, sagt DRK-Geschäftsführer Frank Leyendecker. Die Aufgabenbereiche wie etwa Katastrophenschutz würde fast ausschließlich mit ehrenamtlichen Mitarbeitern dargestellt. Leicht gestiegen sei die Anzahl der Fördermitglieder aufgrund von Werbeaktionen. 

(Daniel Göbel)

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