Awo hat Räume bezogen

Generationenhof in Oberlengsfeld: Tagespflege startet am Montag

Das Bild zeigt einige Schenklengsfelder Gemeindevertreter mit Maske und Abstand auf dem Generationenhof in Oberlengsfeld, im Hintergrund ist das für die Tagespflege umgebaute Wohnhaus zu sehen.
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Mit Maske und Abstand besichtigten die Vertreter der Schenklengsfelder Gemeindegremien in Gruppen aufgeteilt die neue Tagespflege im ehemaligen Wohnhaus des Generationenhofs (im Hintergrund). Ein Tag der offenen Tür soll stattfinden, sobald es die Pandemielage zulässt.

Auf dem Gelände des Oberlengsfelder Generationenhofs startet am Montag in einem ehemaligen Wohnhaus ein neues Betreuungsangebot der Arbeiterwohlfahrt.

Oberlengsfeld – An den Außenanlagen wurde noch eifrig gewerkelt und auch im Inneren sorgten die Maler für den letzten Feinschliff, als Leiterin Mona Maierhof die Vertreter der Schenklengsfelder Gemeindegremien am Freitag durch die Räume der neuen Awo-Tagespflege auf dem Oberlengsfelder Generationenhof führte.

Mit den ersten fünf Gästen startet dort am Montag das neue Betreuungsangebot der Arbeiterwohlfahrt, das zuhause pflegende Angehörige entlasten soll. Seit August 2019 hat die Gemeinde Schenklengsfeld als Eigentümerin das ehemalige Wohnhaus der Hofreite nach den Anforderungen der Awo als Mieterin umbauen lassen. Entstanden sind im Erdgeschoss und im Obergeschoss unter anderem zwei große Gemeinschaftsräume mit Küchen, mehrere Ruhebereiche sowie Sanitär- und Funktionsräume. Im Kellergeschoss befinden sich neben den Personalumkleiden und Lagerräumen auch ein Gymnastik- und Therapieraum sowie ein Kneippbad.

Hell und freundlich: Leiterin Mona Maierhof in einem der Ruheräume für die Gäste der Tagespflege.

Das Dachgeschoss beherbergt nicht nur den Schreibtisch von Leiterin Mona Maierhof – eine entsprechende Förderzusage vorausgesetzt, soll hier auch ein Quartiersbüro einzeihen, mit dem der Wohlfahrtsverband künftig in der Kommune präsent sein will. Das Team der Tagespflege umfasst zunächst vier Personen, soll mit zunehmender Nachfrage jedoch aufgestockt werden. Insgesamt bietet die Einrichtung Platz für 23 Gäste. Geöffnet ist von montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr, wobei eine Betreuung sowohl an einzelnen als auch an mehreren Tagen möglich ist. Die Kosten werden bei entsprechendem Pflegegrad bis zu einem Höchstbetrag von der Pflegekasse übernommen, für den Eigenanteil kann unter Umständen der sogenannte Entlastungsbetrag verwendet werden.

Ein Fahrdienst eines örtlichen Taxibetriebs holt die Gäste morgens zuhause ab, die dann den Tag im Generationenhof verbringen und dort auch ihre Mahlzeiten einnehmen. Das Mittagessen wird von einer Tochterfirma der Awo geliefert und vor Ort erhitzt. Ziel sei es, die Senioren körperlich und geistig fit zu halten, betont Mona Maierhof. Deshalb sollen in das Betreuungsangebot auch die übrigen Einrichtungen des Generationenhofs, das Außengelände und die umliegende Natur einbezogen werden. In den Umbau des Gebäudes hat die Gemeinde Schenklengsfeld laut Bürgermeister Carl Christoph Möller rund 1,06 Millionen Euro investiert. Das Projekt wurde mit 355 000 Euro vom Hessischen Sozialministerium gefördert. Zudem erhielt die Kommune ein zinsloses Darlehen über 532 300 Euro aus dem Investitionsfonds des Landes. (Jan-Christoph Eisenberg)

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