358 000 Euro aus Stadtumbau-Programm für Nentershausen, Sontra und Herleshausen

Gut gerüstet in die Zukunft

Ein Wohngebiet mit ganz eigenem Charme: Die Bergarbeitersiedlung in Nentershausen hat einen besonderen Charakter. Mit der Umgestaltung des Parks soll die ganze Siedlung noch attraktiver werden. Wie ein langer, schmaler Schlauch zieht sich der Park durch die Siedlung – gut zu erkennen an dem dichten Baumbestand. Foto: Dupont

Nentershausen/Sontra. Seit gut drei Jahren feilen Nentershausen, Sontra und Herleshausen an Plänen, wie das Geld aus dem Programm „Stadtumbau in Hessen“ am sinnvollsten verwendet werden kann. 358 000 Euro erhält der interkommunale Zweckverband dieser drei Kommunen aus diesem Programm bis Ende 2013.

Bund und Land

Das hat der hessische Wirtschaftsminister Dieter Posch in Wiesbaden mitgeteilt. Diese Summe teilen sich Bund und Land zur Hälfte. Das Programm läuft bis 2016. Ziel ist es, strukturschwächere Regionen zu rüsten für den demografischen Wandel. Die Kommunen selbst müssen weitere 142 000 Euro drauflegen – also 28,4 Prozent der Gesamtsumme von 500 000 Euro. Das erläuterte Sontras Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, der Vorsitzender des Zweckverbandsvorstands ist, in einem Gespräch mit unserer Zeitung.

Zentrale Projekte in Nentershausen sind die Umgestaltung des Parks in der Bergarbeitersiedlung und die Neugestaltung der Ortsmitte. An dem Konzept für den Park wird zurzeit auf Hochtouren gearbeitet – wir berichteten.

Bürger reden mit

In Sontra liegt das Konzept für die Neugestaltung der Breitwiese vor. Anfang 2010 soll nach Schäfers Angaben die Bürgerbeteiligung beginnen. Dort wird unter anderem ein attraktiver generationenübergreifender Naherholungsbereich entstehen mit Spiel-Erlebnisplätzen. Geplant ist auch ein Wohnmobil-Standplatz. Attraktiver werden soll auch das Bahnhofsumfeld.

Kaserne kaufen?

Außerdem prüft der Zweckverband, ob es wirtschaftlich sinnvoll und möglich wäre, die Husarenkaserne zu kaufen und zu vermarkten. Ein Gutachten soll jetzt den Wert des Geländes klären. „Eine Kaufentscheidung ist das noch lange nicht“, betonte Schäfer.

In aller Ruhe

Wenn die Kosten feststünden und es bezahlbar sei, dann werde man in aller Ruhe mit allen Beteiligten darüber nachdenken, ob man die Kaserne kaufen wolle. Falls dies der Fall sei, könne man auch Geld aus dem Stadtumbau-Programm nutzen. Aber auch die beiden Landkreise und die drei Gemeinden müssten hier investieren.

In Herleshausen ist angedacht, den leer stehenden Bahnhof als Museum der Zeitgeschichte umzugestalten. Eine Machbarkeitsstudie wird zurzeit erstellt.

Das Geld aus dem Stadtumbau-Pprogramm soll dem Zweckverband der drei Kommunen in folgenden Raten zur Verfügung stehen:

2009: 14 000 Euro

2010: 89 000 Euro

2011: 104 000 Euro

2012: 90 000 Euro

2013: 61 000 Euro. (dup)

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