46 Gesellen haben es geschafft

+
Sie haben es geschafft: Insgesamt 46 Gesellenprüflinge, darunter die Runde der 26 Kfz-Mechatroniker wurden am Freitagabend in „Bebras Hessischem Hof“ von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freigesprochen.

Eike Brack aus Heringen, Lennart Bürger aus Bad Hersfeld und Andreas Schulz aus Sontra können stolz auf sich sein.

Der Elektroniker, der Kraftfahrzeugmechatroniker und der Anlagenmechaniker der Fachrichtung Sanitär-Heizung-Klima (SHK), die bei den Firmen Willich Elektrotechnik in Bebra, Autohaus Salzmann in Bad Hersfeld und bei den Stadtwerken in Bad Hersfeld „gelernt“ haben, haben bei der Gesellenprüfungsrunde Winter 2016/17 am erfolgreichsten abgeschnitten.

Bildergalerie

Bildergalerie: 46 Gesellen freigesprochen

Aber auch ihre Mitstreiter, die weiteren 25 Kraftfahrzeugmechatroniker, acht Anlagenmechaniker (SHK), acht Elektroniker und zwei Metallbauer, die in Betrieben, die der Kreishandwerkerschaft Hersfeld-Rotenburg angeschlossen sind, ihre Ausbildung absolviert haben, sind ein gutes und wichtiges Stück auf ihrem Berufsweg und damit auf ihrem Weg ins Leben vorangekommen. Grund genug, das „frohe Ereignis“ in stilvollem Rahmen in „Bebras Hessischem Hof“ zusammen mit Ausbildern, Lehrern, Prüfern, Ehrengästen und Eltern zu feiern und sich voneinander zu verabschieden.

Wie immer beim Wintertermin oblag es Obermeister Kurt Modenbach Handwerkernachwuchs und Gäste in Anwesenheit von Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker und Hauptgeschäftsführer Hans-Wilhelm Saal zu begrüßen und nach altem Brauch von den Verpflichtungen des Lehrvertrages freizusprechen.

Wichtiger Grundstein

„Sie haben Ihr Können unter Beweis gestellt und den Grundstein für weiteres Vorankommen gelegt“, betonte der erste Mann der Innung der Metallhandwerke. Gleichwohl gelte es, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und sich weiterzubilden. „Übernehmen Sie Verantwortung, stehen Sie ein für Sorgfalt, Qualität, Termintreue und Kundenfreundlichkeit, seien Sie Ihren Betrieben ein fairer Partner, und versuchen Sie, auch Ihren Chef zu verstehen!“, rief der Rotenseeer der Jung-Gesellenrunde zu, der diesmal immerhin zwei „Junggesellinnen“ angehörten.

Download

pdf der Sonderseite Freisprechungsfeier

Als Festredner trat Landrat Dr. Michael Koch ans Mikrofon. Er bezeichnete den Tag der Freisprechung als Höhepunkt der Ausbildungszeit – als Tag, der alle Anstrengungen vergessen lasse: „Sie können mit berechtigter Freude stolz darauf sein, dass Sie eine große Hürde genommen haben, und sicher sein, dass der Gesellenbrief der Beweis dafür ist, dass sich die Mühen der letzten Jahre gelohnt haben!“

Gewinn an Freiheit

Auch wenn es das althergebrachte Abhängigkeitsverhältnis zwischen Lehrling und Meister schon lange nicht mehr gebe, sei mit der Freisprechung bis heute ein „Gewinn an Freiheit“ verbunden. Als gefragte Fachfrau und gefragter Fachmann habe man große Chancen: „Unser Land braucht Fachkräfte, die Perspektiven sind hervorragend, und es stimmt, wenn gesagt wird, dass das Handwerk goldenen Boden hat!“

Es gelte, mit dem Pfund der Ausbildung zu wuchern und sich immer und überall neuen Anforderungen zu stellen. Die Rahmenbedingungen seien gut, auch und gerade vor Ort. „Als Landrat hoffe ich, dass Sie die Chancen, die Ihnen unser Landkreis und unsere Region bieten, nutzen, und dass Sie unserer Region gewogen bleiben!“, betonte Dr. Koch abschließend – nicht ohne hinzuzufügen: „Aber jetzt feiern Sie erst einmal richtig!“

Sodann nahmen die glücklichen Junghandwerker ihre Zeugnisse entgegen – vielfach beglückwünscht von den Obermeistern und den ebenfalls glücklichen Ausbildern und Lehrern. Für alle galt mehr oder weniger ausgeprägt das, was Kfz-Mechatronik-Fachlehrer Thomas Böttner so formulierte: „Meine elfköpfige Bebraer Klasse war eine der besten Klassen, die ich je hatte – einfach eine tolle Truppe, die viel gelernt und viel miteinander unternommen hat. Und ich gebe zu, dass ich eine kleine Träne im Auge hatte, als mir meine Jungs nach dreieinhalb Jahren Ausbildungszeit zum Abschied einen aus Autositzteilen selbst hergestellten Stuhl geschenkt haben!“

Ehrung

Schon gleich zu Beginn der Freisprechungsfeier wurde der Inhaber des Bad Hersfelder Autohauses Fink, Kraftfahrzeugmechanikermeister Hans-Peter Fink, für seine langjährige Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Innung der Metallhandwerke und als Mitglied des örtlichen Gesellenprüfungsausschusses geehrt. Ähnlich „erging“ es Elektrotechnikermeister Michael Völker, dem langjährigen örtlichen Gesellenprüfungsausschuss-Vorsitzenden für das Elektrotechniker-Handwerk. (zwa)

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.