UBH fordert Ende des Dornröschenschlafs

Gesucht wird einer, der sich um die Stadtentwicklung kümmern kann

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Hans-Jürgen Schülbe

Eine fachkundige Persönlichkeit, die sich zu 100 Prozent kümmern kann – das wünscht sich die Bad Hersfelder UBH-Fraktion  für  Stadtentwicklung und -marketing.

Vorsitzender Hans-Jürgen Schülbe und sein Mitstreiter Werner Kubetzko sind deshalb „nicht glücklich“, dass sich Bürgermeister Thomas Fehling diese Aufgaben nach der Trennung von Fachbereichsleiter Felix Wimhöfer selbst wieder aufgebürdet hat.

Weg vom Klein-Klein und ein Ende des Dornröschenschlafs fordert die UBH schon mit Blick auf die Nachbarstädte: Statt sich auf Augenhöhe mit Fulda und Eisenach zu messen, müsse Bad Hersfeld aufpassen, nicht von Rotenburg oder Bebra überholt zu werden. Schülbe & Co. sehen deshalb dringenden Handlungsbedarf und haben ein umfangreiches Papier mit Gedanken und Visionen entwickelt, die kurz-, mittel- und langfristig verwirklicht werden sollten.

WernerKubetzko

Ihre Vorschläge versteht die UBH als Diskussionsgrundlage und hat sie dem Bürgermeister wie dem Rest des Parlaments zukommen lassen. Eine Antwort gab es aus dem Rathaus bisher nicht. Der UBH geht es im Einzelnen um eine bessere Nutzung der zentralen Lage der Stadt, um eine Stärkung des Gesundheitsstandortes, um eine Profilierung der „Einkaufsstadt“ und um mehr Förderung des Alleinstellungsmerkmals „Festspiele“. Hier wünscht sich Schülbe unter anderem ein völkerverbindendes Programm „Internationale Jugend musiziert und schauspielert gemeinsam“, für das Bundesmittel zur Verfügung stünden.

Der Ausbau der Studiengänge an der Technischen Hochschule Mittelhessen im Schilde-Park, die Reaktivierung der Stelle eines Klimaschutzbeauftragten sowie die Forderung nach einem Camping- und Caravan-Stellplatz sind weitere Punkte.

Auch ein Ortsbeirat für die Kernstadt, ein Jugendbeirat und soziale Projekte stehen auf der Wunschliste der UBH, die vor allem das Wir-Gefühl in der Stadt fördern möchte. Dazu gehören dann auch Transparenz und Bürgerbeteiligung.

„Ziele sind leicht zu formulieren“, wissen Schülbe und Kubetzko, und sind sich bewusst, dass am Ende die Umsetzung zählt. Dass dies in der gegenwärtigen Situation mit atmosphärischen Störungen und bröckelnder Mehrheit für den Bürgermeister nicht einfach werden wird, hält die UBH nicht davon ab, „alle in ein Boot holen“ zu wollen.

VON KARL SCHÖNHOLTZ

Quelle: Hersfelder Zeitung

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