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Gewerbegebiet Haischwiese: Grundstück könnte neu ausgeschrieben werden

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Von: Carolin Eberth

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Um eine Gasleitung neben der bereits verlegten Wärmeleitung zu verlegen, möchte die Firma BPA Biopower Alheim in Heinebach einen Randstreifen eines Grundstückes im Gewerbegebiet Haischwiese kaufen. archiv
Um eine Gasleitung neben der bereits verlegten Wärmeleitung zu verlegen, möchte die Firma BPA Biopower Alheim in Heinebach einen Randstreifen eines Grundstückes im Gewerbegebiet Haischwiese kaufen. archiv © manfred schaake

Über das Gewerbegebiet Haischwiese in Heinebach wurde in der jüngsten Ausschusssitzung in Alheim diskutiert. Vor einem Jahr beschloss die Gemeindevertretung, ein 6000 Quadratmeter großes Flurstück an die Firma Simons von der VTW Projektentwicklung GmbH zu verkaufen, damit dort eine Betriebserweiterung mit Tankstellenanlage und Verkaufshalle stattfinden kann. Doch zu dem entsprechenden Notartermin im August erschien keiner der Firma Simons.

Heinebach – Im September kam lediglich eine Mitteilung, dass noch Änderungen in den Kaufvertrag eingebracht werden müssten und er sich danach wieder bei der Gemeinde melden würde, so schilderte Bürgermeister Jochen Schmidt (parteilos) die Problematik in der Ausschusssitzung. Doch auch danach seien mehrere Versuche, um Kontakt mit Simons aufzunehmen, gescheitert.

Teil der Diskussion um die Haischwiese ist seither auch die Firma BPA Biopower Alheim. Denn eine fünf Meter breite Teilfläche am Rand des Grundstücks braucht die Firma, um die Möglichkeit zu haben, eine Gasleitung neben der bereits verlegten Wärmeleitung zu verlegen als Alternative zum Betrieb der Biogasanlage. Die Firma BPA Biopower wollte den Randstreifen selbst erwerben, die Firma Simons lehnte hingegen eine Aufteilung ab.

In der Ausschusssitzung am Dienstag wurde über eine neue Beschlussvorlage zu diesem Grundstück debattiert. In dieser ist formuliert, dass der Verkaufsbeschluss an die Firma Simons zurückgenommen werden soll, das Grundstück dann neu ausgeschrieben und der Randstreifen an die Firma BPA Biopower verkauft werden soll.

Die Ausschussmitglieder sprachen sich mehrheitlich dafür aus, dass es sinnvoll ist, den Verkaufsbeschluss in der nächsten Gemeindevertretersitzung zurückzunehmen. Von einer schlechten Umgehensweise und „einfach abtauchen, das geht gar nicht“, sprach beispielsweise Norbert Viereck (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses. Enttäuscht und sauer waren die Ausschüsse auch über die Tatsache, dass sie bereits viel Zeit in diesen Verkauf investiert hätten für Simons. Von Dieter Schönborn (CDU) wurde noch ein weiterer Punkt kritisiert: „Das ist auch das erste Mal, das hier ein Grundstück in Alheim verkauft werden soll und die Gemeindevertreter nicht wissen, zu welchem Preis.“

Den letzten Punkt der Beschlussvorlage raten die Ausschüsse jedoch zu verändern. Sie denken, es sei sinnvoller, dass die Gemeinde Eigentümerin des Randstreifens bleibt und die Firma BPA Biopower auf diesem Weg eine Gasleitung bauen kann.

Auf Nachfrage unserer Zeitung sagt Jörg Becker, Gesellschafter der Biogasanlage, dazu: „Investitionssicherheit ergibt sich auf Basis jener Beschlusslage noch nicht. Was ist, wenn die Politik in vier Monaten neue Ideen hat? Jeder Kaufmann weiß, dass Investitionen in diesem Zusammenhang lediglich durch die Eintragung einer Grunddienstbarkeit oder durch Eigentum abgesichert werden könnten.“

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