TNG Stadtnetz ermittelt Bedarf für Netzausbau in Hohenroda

Glasfaser bis in die Häuser: Bedarf in Hohenroda wird ermittelt

Das Symbolbild zeigt Glasfaserkabel in Nahaufnahme.
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Ausbau geplant: Auch in Hohenroda soll es bald Glasfaser-Anschlüsse geben.

In der Gemeinde Hohenroda könnten in Zukunft Glasfaser-Anschlüsse für schnelles Internet bis in die Häuser verlegt werden - wenn es genug Interessenten gibt.

Hohenroda - Das Unternehmen TNG Stadtnetz GmbH hat in der Gemeinde eine bis zum 31. Juli andauernde Aktionsphase zur Bedarfsermittlung gestartet. Schließen mindestens 40 Prozent aller Haushalte einen Vorvertrag mit dem Unternehmen aus Kiel ab, sollen in der Kommune künftig laut Pressemitteilung durch Glasfaserleitungen bis ins Haus künftig Geschwindigkeiten weit in den Gigabitbereich hinein zur Verfügung stehen.

Anders als beim bisherigen Stand des FTTC-Netzausbaus durch Telekom und Breitband Nordhessen plane die TNG, ein FTTH-Glasfasernetz, das auch auf den letzten Metern bis in die Häuser komplett auf die störanfällige und leistungsbeschränkte Kupferleitung verzichte. Hohenroda und auch umliegende Gemeinden im Kreis befänden sich in räumlicher Nähe zum Ausbauprojekt der TNG im Vogelsberg, teilt Unternehmenssprecherin Bettina Büll auf Nachfrage mit: „Nach einigen sehr positiven Gesprächen, vor allem mit Bürgermeister Andre Stenda, haben wir beschlossen, in Hohenroda eine Aktionsphase als Leuchtturmprojekt durchzuführen.“ Den Ausbau plane TNG – wie auch im Vogelsbergkreis – eigenwirtschaftlich ohne Zuschüsse des Bundes.

Mit dem Abschluss eines entsprechenden Vorvertrages gingen die Bürger zunächst keine Verpflichtung ein und es entstünden keine Kosten, betont die Unternehmenssprecherin. Werde die Quote erreicht und der Ausbau geplant, werde der Kontrakt wirksam. Die TNG biete bei Buchung eines der Flott-Tarife während der Aktionsphase an, die Baukosten für die Erstellung der Infrastruktur zu übernehmen inklusive 20 Meter Tiefbau auf direktem Weg von der Hauswand zur an den öffentlichen Grund anschließenden Grundstücksgrenze. Jeder weitere Meter kostet 49 Euro. Die monatlichen Kosten für den gewählten Glasfasertarif fielen dann erst nach Bau und Aktivierung an – wenn ein Anbieterwechsel mitbeauftragt werde, erst nach Ablauf des Altvertrages mit dem bisherigen Anbieter. Sollte vor Ablauf des Altvertrages der Glasfaseranschluss bereits erstellt sein, könne dieser bereits vorab kostenlos zum Surfen genutzt werden. „Der Kunde wird niemals doppelt bezahlen müssen“, betont Bettina Büll.

Wann die ersten Glasfaser-Hausanschlüsse verlegt werden könnten, ließ die Unternehmenssprecherin offen: „Entscheiden sich mindestens 40 Prozent der Haushalte für einen Glasfaseranschluss, dann steigen wir in die konkrete Planung ein.“

Bürgermeister Andre Stenda begrüßt den möglichen Infrastruktur-Ausbau auf den FTTH-Standard, der dem aktuellen Stand der Technik entspreche. Eine leistungsfähige Internetverbindung sei in Zeiten von Home-Office und Home-Schooling gerade im ländlichen Raum ein wichtiger Stadtortfaktor.

Über die Glasfaser-Anschlüsse informiert der Anbieter TNG jeden Mittwochabend um 19 Uhr in einer Online-Infoveranstaltung unter tng.de/hessen. (Jan-Christoph Eisenberg)

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