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Gleich zwei Anbieter planen in Cornberg für schnelles Internet zu sorgen

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Von: Carolin Eberth

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Die GlasfaserPlus plant 2023 rund 460 Glasfaser-Anschlüsse in Cornberg bis ins Haus zu bauen. Die UGG soll ebenfalls ausbauen.
Die GlasfaserPlus plant 2023 rund 460 Glasfaser-Anschlüsse in Cornberg bis ins Haus zu bauen. Die UGG soll ebenfalls ausbauen. © Uwe Anspach/dpa

Die GlasfaserPlus plant 2023 rund 460 Glasfaser-Anschlüsse in Cornberg bis ins Haus zu bauen, das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor.

Cornberg – Dabei hatte die Gemeindevertretung Cornberg in ihrer Sitzung im Juli entschieden, dass der Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde mit der Firma „Unsere Grüne Glasfaser“ (UGG) erfolgen soll. Nach Abwägung und Bewertung der vorgestellten Konzepte der Anbieter Goetel, Telekom und UGG stimmten im Juli acht Gemeindevertreter für die UGG, einer enthielt sich (wir berichteten).

„Die Telekom wurde anschließend über den Beschluss der Gemeindevertretung informiert und hatte sogar die Gründe erfragt“, sagt Bürgermeisterin Katja Gonzalez Contreras. Verwirrend sei nun, dass die Telekom jüngst angekündigt hat, trotzdem 460 Glasfaser-Anschlüsse in Cornberg zu bauen.

„Daraufhin hatte ich die Telekom kontaktiert und man erklärte mir, dass die GlasfaserPlus ausbauen werde, unabhängig von der Entscheidung der Gemeinde. Begründet hat die Telekom ihr Vorhaben allerdings nicht“, sagt Katja Gonzalez Contreras. Der Ausbau sei also nicht mit der Gemeinde abgestimmt worden.

„Die Gemeinde Cornberg wird dennoch mit der UGG ausbauen. Das Parlament hat sich bewusst für die UGG entschieden, weil diese im Gegensatz zur Telekom garantiert hat, auch die Ortsteile auszubauen, eigenwirtschaftlich, ohne Kostenbeteiligung durch die Gemeinde und ohne Mindestvermarktungsquote“, teilt Cornbergs Bürgermeisterin mit.

Die GlasfaserPlus teilt in ihrer Pressemitteilung mit, dass das neue Netz eine Downloadgeschwindigkeit von 1 Gbit/s erlaubt. „Die GlasfaserPlus knüpft ihre Ausbauzusage nicht an die Erreichung von Vermarktungsquoten“, sagt Holger König, der von der GlasfaserPlus beauftragte Telekom-Regionalmanager.

„Daher ist eine gute Nachricht für Cornberg, dass ein Glasfaserausbau geplant ist. Damit wird eine digitale Infrastruktur für die Zukunft geschaffen.“

Die GlasfaserPlus schließt eine Immobilie während der Ausbauphase kostenfrei an, wenn Kunden einen Glasfaser-Tarif bei einem Telekommunikationsanbieter abschließen. Die GlasfaserPlus benötigt in diesem Fall lediglich eine Genehmigung, den Anschluss herstellen zu dürfen, weil dafür Privatgrund betreten werden muss. Immobilienbesitzer werden diese Genehmigung zu einem späteren Zeitpunkt im Internet erteilen können.

Bei einer Buchung nach der Ausbauphase fällt eine einmalige Anschlusspauschale an, die, je nach Anbieter, unterschiedlich hoch ausfallen kann. Für Kunden der Telekom beträgt diese Pauschale einmalig 799,95 Euro. Die Beauftragung funktioniert folgendermaßen: Kunden buchen bei einem Telekommunikationsanbieter einen Glasfaser-Tarif. Der wiederum nimmt Kontakt mit der GlasfaserPlus auf und regelt die Details.

Die GlasfaserPlus ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und IFM Investors. Sie vermietet das Netz anbieteroffen an alle Telekommunikationsanbieter. Bürger haben damit die freie Wahl, bei wem sie Telefon, Internet oder Fernsehen buchen möchten.

Die GlasfaserPlus kündigt an bis zum Jahr 2028 vier Millionen gigabitfähige Glasfaser-Anschlüsse vor allem im ländlichen Raum zu bauen. (Carolin Eberth)

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