1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Land fördert smarte Projekte in Bad Hersfeld mit 2,28 Millionen Euro

Erstellt:

Kommentare

Bescheidübergabe: Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus mit Bürgermeister Thomas Fehling (vorne), Landtagsabgeordneten Tanja Hartdegen, Vertreter der Feuerwehr und des Regionalmanagements Nordhessen und andere Gäste auf dem Gelände der Feuerwache.
Bescheidübergabe: Die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus mit Bürgermeister Thomas Fehling (vorne), Landtagsabgeordneten Tanja Hartdegen, Vertreter der Feuerwehr und des Regionalmanagements Nordhessen und andere Gäste auf dem Gelände der Feuerwache. © Laura Hellwig

Mit 2,28 Millionen Euro aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“ fördert das Land Hessen zwei Projekte zum Einsatz smarter Technologien.

Bad Hersfeld – Auf ihrer Sommerreise durch Hessen hat die Hessische Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus (CDU) auch Halt in Bad Hersfeld gemacht. An der Feuerwache der Kernstadtwehr an der Wehneberger Straße überreichte sie einen Förderbescheid über 2,28 Millionen Euro an Bürgermeister Thomas Fehling. Danach ging es zu Fuß durch die Hitze in den nahegelegenen Schildepark und zu einer kurzen Führung ins „wortreich“.

Mit dem Geld aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“ werden zwei Projekte unterstützt: Zum einen „Rapid BOS“ und zum anderen das „Smart Region Hub“. Beide Projekte zeichnen sich durch den Einsatz digitaler, smarter Technologien aus.

Im Schatten der Garage an der Feuerwache und im Beisein einiger Feuerwehrfrauen und -männer sowie des Regionalmanagements Nordhessen erklärte Bürgermeister Fehling der Digitalministerin, dass Umleitungen oder Bauarbeiten oft zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen an der Bundesstraße 324 (Wehneberger Straße) führen. Wird die Feuerwehr alarmiert, kommen die Einsatzkräfte deshalb nicht schnell genug zur Feuerwache und die Einsatzfahrzeuge auf ihre Strecke zum Ort des Geschehens – die gesetzlich vorgeschriebene Rettungsfrist der Feuerwehr von zehn Minuten kann nicht immer gewährleistet werden.

Mit dem Förderbescheid soll deshalb das Projekt „Rapid BOS“ (Die Abkürzung BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) in Bad Hersfeld etabliert werden, womit „das Verkehrsmanagement neu organisiert“ werden soll, erklärte Fehling.

Es soll ein System entwickelt werden, bei dem Daten aus verschiedenen verkehrsrelevanten Systemen integriert und mit künstlicher Intelligenz (KI) weiterentwickelt werden.

Auf dieser Grundlage sollen dann die Routen für die Einsatzkräfte optimal und auf Basis des Echtzeit-Verkehrsgeschehens empfohlen werden. Hierfür soll zum Beispiel ein „Lichtanlagen-Beeinflussungssystem“ installiert werden. Heißt: Einsatzfahrzeugen soll dann auf ihrem Weg zum Einsatzort Vorfahrt eingeräumt werden, indem die Ampelschaltung zu ihrem Vorteil angepasst wird. Möglich machen dies unter anderem GPS-Positionsdaten in den Einsatzfahrzeugen, die in Echtzeit an das System gesendet werden.

Neben „Rapid BOS“ soll Bad Hersfeld als Smart City nun auch ein „Smart Region Hub“ bekommen, welches in dem Mitmach-Museum angesiedelt sein soll.

Konkret geht es bei dem „Smart Region Hub“ um eine stationäre Plattform, auf der verschiedene Smart-City-Projekte präsentiert werden können. In den Räumlichkeiten des „wortreichs“ sollen diese dann allen Interessengruppen – egal ob Schüler oder Politker – zugänglich gemacht werden. Exponate zu den smarten Themen sollen zum einen Teil der Dauerausstellung im „wortreich“ werden, zum anderen können in den anderen Räumlichkeiten des Museums Workshops und Seminare stattfinden.

Führung durchs „wortreich“: Digitalministerin Sinemus mit Wortreich-Geschäftsführer Christian Scholz.
Führung durchs „wortreich“: Digitalministerin Sinemus mit Wortreich-Geschäftsführer Christian Scholz. © Laura Hellwig

Über ein zusätzliches „Info-Mobil“ sollen die Smart-City-Themen dann auch in andere Kommunen getragen werden, erklärt Bürgermeister Fehling. Ein Thema wird etwa die intelligente Straßenbeleuchtung sein. Die Idee dazu sei laut Bürgermeister bei einem Smart-City-Forum im Frühjahr entwickelt worden. Danach habe es nur wenige Wochen gedauert, bis die Förderung bestätigt wurde.

Fehling lobte hier die pragmatische und schnelle Reaktion des Landes Hessen. Beide Projekte stehen nach Auskunft des Rathauschefs aber noch ganz am Anfang ihrer Entwicklung.

Nach einer Führung durch die Ausstellung des „wortreich“ mit Geschäftsführer Chrsitian Scholz ging es für Ministerin Sinemus weiter auf ihrer Sommertour in Hessen. (Laura Hellwig)

Auch interessant

Kommentare