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Grundsteuerreform: 27.000 Eigentümer im Kreis Hersfeld-Rotenburg übermittelten Daten

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Von: Daniel Göbel, Tobias Stück

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Symbolbild Landratsamt Kreis Hersfeld-Rotenburg in Bad Hersfeld Schild
Im Kreis Hersfeld-Rotenburg fehlen noch zahlreiche Rückmeldungen zur Grundsteuerreform. (Symbolbild) © Carolin Eberth

Damit wurde das Ziel, zwischen Anfang Juli und Ende Oktober alle relevanten Daten einzusammeln, deutlich verfehlt.

Hersfeld-Rotenburg – Bis zum Stichtag am 31. Oktober haben lediglich 41 Prozent der Grundstückseigentümer aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg ihre Daten zur Grundsteuerreform an das Finanzamt Hersfeld-Rotenburg übermittelt. Das berichtet Catiana Monteiro Lanca, Sprecherin der Oberfinanzdirektion Frankfurt, auf Anfrage unserer Zeitung.

Rund 27.000 Erklärungen wurden im Landkreis abgegeben. Zum Stichtag 15. November lag der Erklärungseingang mit 28.500 Erklärungen bei rund 43 Prozent.

Damit wurde das Ziel, zwischen Anfang Juli und Ende Oktober alle relevanten Daten einzusammeln, deutlich verfehlt. Zwischenzeitlich hatte die Finanzministerkonferenz, in der alle Finanzminister der Bundesländer vertreten sind, am 13. Oktober allerdings eine Fristverlängerung beschlossen. Steuerpflichtige und ihre Berater haben nun bis zum 31. Januar kommenden Jahres Zeit, die Feststellungserklärung einzureichen. Die ersten Bescheide an Grundstückseigentümer sind bereits in der vergangenen Woche versandt worden.

Bundesweit wird die Grundsteuer ab dem Jahr 2025 infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts auf neuer Grundlage erhoben. Hessen geht dabei einen Sonderweg bei der Neuberechnung aller rund 2,8 Millionen Grundstücke. Das Land weiche bewusst vom komplizierten Bundesmodell ab und setze im Sinne der Steuerzahler auf ein „schlankes Modell und einen breiten Service“. Bis Anfang September waren hessenweit nahezu 550.000 Erklärungen eingegangen. Hessen liege damit im bundesweiten Vergleich an der Spitze, teilt das hessische Finanzministerium in Wiesbaden mit. 95 Prozent davon wurden elektronisch abgegeben, nur fünf Prozent der Erklärungen gingen in Papierform ein. Der Onlinezwang kann umgangen werden, indem man einen Härtefallantrag beim Finanzamt stellt. Allerdings muss klar begründet werden, dass man technische Probleme hat und keine Angehörigen, die helfen können. Der Sachverhalt müsse telefonisch beim Finanzamt begründet werden. Im Anschluss würden dann erst die Dokumente postalisch zugesendet.

Eine genaue Prognose zum Abgabeverhalten von Steuerpflichtigen sei nicht einfach zu treffen. Im Hinblick auf das Abgabeverhalten, beispielsweise bei Einkommensteuererklärungen, sei es nicht ungewöhnlich, dass viele Erklärungen erst kurz vor Fristende eingingen. (Daniel Göbel und Tobias Stück)

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