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Kirchheimer Parlament sichert Grundstücke für Kita-Neubau

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Von: Christine Zacharias

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Kita
Die Kirchheimer Gemeindevertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung die Grundstücke für einen möglichen Neubau der Kindertagesstätte gesichert.  © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Die Kirchheimer Gemeindevertretung hat in ihrer jüngsten Sitzung die Grundstücke für einen möglichen Neubau der Kindertagesstätte gesichert.

Kirchheim – Kinderbetreuungsplätze sind knapp in Kirchheim. Deshalb hatte das Gemeindeparlament den Bau einer neuen Kindertagesstätte mit Krippe beschlossen. In der jüngsten Sitzung am Donnerstag im Anbau des Bürgerhauses sollte nun der Ankauf der dafür nötigen Grundstücke am Wiesenweg auf den Weg gebracht werden. Dafür hatte die Gemeinde mit dem Eigentümer im Vorfeld einen Kaufoptionsvertrag vereinbart.

Mit Blick auf wahrscheinliche Kostensteigerungen – Architekten gehen von mindestens sieben Millionen Euro aus – und die Schwierigkeit, die Frist für die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts (30. Juni 2023) einzuhalten – nur dann gibt es einen Landeszuschuss in Höhe von knapp 318 000 Euro –, hatte die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Planungen für den Neubau der Kita vorübergehend auszusetzen. Eindringlich bat Sebastian Hattwich die SPD-Mehrheit, das Kita-Projekt noch einmal zu überdenken und nach alternativen Lösungen zu suchen. Die aktuelle Situation, dass acht Kinder für Februar angemeldet seien, für die es keinen Platz gebe, könne durch das Neubauprojekt ohnehin nicht entspannt werden. Hattwich bekundete große Sorge um die finanzielle Situation der Gemeinde, die ohnehin bereits hoch verschuldet sei und brachte den früher ebenfalls diskutierten Waldkindergarten oder eine Auslagerung einer weiteren Kindergartengruppe ins Gespräch.

Hinter den Schulden stünden schließlich auch Werte und wichtige Investitionen, gab Oliver Kurz (SPD) zu bedenken. Anliegen der SPD war es, so bekundeten nicht nur Kurz, sondern auch andere Redner, auf jeden Fall die Grundstücke zu erwerben. Der Preis sei im Rahmen – das hatte Hattwich angezweifelt – und mit Blick auf die Entwicklung Kirchheims sei es auf jeden Fall sinnvoll, Flächen in der Ortsmitte vorzuhalten. Grundsätzlich signalisierte Kurz für seine Fraktion die Bereitschaft, dem neuen Bürgermeister die Chance zu geben, in Sachen Kita eigene Vorstellungen umzusetzen.

Der Antrag der CDU wurde allerdings mit 9 zu 10 Stimmen abgelehnt und die Grundstückskäufe in namentlicher Abstimmung mit 11 zu 8 Stimmen beschlossen.

Nun ist es an Axel Schmidt, der am 1. November sein Amt antritt, die Kita-Pläne weiter zu entwickeln und eine Lösung vorzuschlagen. (Christine Zacharias)

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