Die Gruppe „Jazz-Therapie“ aus Heinebach übt im Kuhstall

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Musik als Therapie: Die Heinebacher Band „Jazz-Therapie“ besteht aus Philipp Krause, Antonia Zollenkopf, Sylvia Kullmann, Lydia Wahl, Dirk Menner und Achim Krause (von links). 

Heinebach. Immer, wenn sich diese sechs Musiker in Heinebach zum Proben treffen, verwandelt sich im Haus von Achim Krause ein kleiner Raum, der früher mal Teil eines Kuhstalls war, in einen Jazzkeller: Vor der kleinen Bar nimmt die dreiköpfige Bläsersektion Aufstellung, gegenüber bilden zwei Männer die Rhythmusabteilung, Achim Krause am Keyboard gibt das Signal – und dann geben sich alle der Musik hin.

„Jazz-Therapie“ heißt die Musikgruppe, die vor fünf Jahren wie zufällig entstand. Achim Krause, sein Sohn Philipp (Schlagzeug), Antonia Zollenkopf (Altsaxofon), Lydia Wahl (Tenorsaxofon) und Sylvia Kullmann (Trompete und Flügelhorn) machten bereits in der Heinebacher Chrischona-Gemeinde Musik, als Alheims Bürgermeister Georg Lüdtke sie bat, doch beim Neujahrsempfang für Unterhaltung zu sorgen.

Für den Auftritt übten die Musiker ein paar Jazz-Standards ein – und fanden an dieser Art von Musik so viel gefallen, dass sie dabei blieben. Bassist Dirk Menner aus Neumorschen erlebte die Gruppe bei einem Auftritt und schloss sich ihr an.

Jazz bringt gute Laune

„Wenn wir Jazz gespielt haben, ging es uns immer besser“, sagt Sylvia Kullmann lachend. So war ein Name für die neue Formation schnell gefunden. Wer den Musikern in dem gemütlichen, mit schwarzem Schaumstoff schallgedämpften Proberaum lauscht, der erlebt den Therapie-Effekt: Gute Laune macht der Jazz, so wie die sechs Musiker ihn spielen.

Dabei beherrschen sie lässig dahinplätschernde Standards wie „Sunny“ oder „It don’t mean a thing“ genauso wie druckvolle und schnelle Gospels, die sie aus ihrer Tätigkeit in der Chrischona-Gemeinde mitgebracht haben. Über ein Repertoire von gut zwei Dutzend Stücken verfügt die Gruppe.

Prägend für den Klang der Band ist vor allem die große Bläsergruppe. Achim Krause sucht die Stücke aus und arrangiert sie um, wenn nötig. Mit „Jazz-Therapie“ hat er sich einen Traum erfüllt. Der sei es immer schon gewesen, Jazz zu spielen, den er im Radio gerne hört. „Durch die Musik kann man viele Emotionen rauslassen“, sagt Antonia Zollenkopf, mit 19 Jahren die Jüngste in der Gruppe.

Auftritte bei Feiern

Auch wenn schon die Probe therapeutische Wirkung hat – Ziel der Proben sind natürlich die Auftritte. Etwa acht Mal im Jahr treten die Musiker auf, bei privaten Feiern des Freundeskreises, Stadt-, Gemeinde- oder Firmenfesten.

Auch bei einem Fernsehgottesdienst war die Gruppe schon dabei. Und die Mitglieder der Chrischona-Gemeinde, berichtet Achim Krause, freuten sich über die neuen musikalischen Impulse, die die Musiker in die Gemeinde einbrachten.

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