500 Euro für Hinweise

Obersuhl: Elf Gullydeckel gestohlen - Gemeinde setzt Belohnung aus

Obersuhl. Einen großen Schreck bekam am Freitagmorgen der Schwimmmeister der Gemeinde Wildeck als er kurz vor 7 Uhr mit seinem Auto zu seiner Arbeitsstelle Hallenbad fuhr. Unbekannte hatten in der Nacht insgesamt elf Gullydeckel gestohlen.

Die Diebe hatten die Gullydeckel auf der Strecke zwischen der Schulbushaltestelle im Rhädenweg bis zum Schlagbaum in Richtung Naturschutzgebiet Rhäden aus den Einläufen herausgehoben. Da die Gullydeckel aus Guss bereits älter waren und nicht mehr produziert werden, muss die Gemeindeverwaltung Wildeck etwa 10.000 Euro aufbringen, da nun auch die Einlaufschächte erneuert werden müssen, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Neben dem Ermittlungsverfahren wegen des Diebstahls der Gullydeckel hat die Polizei nun auch auch ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr eingeleitet. Nicht auszudenken was geschehen wäre, wenn der Schwimmmeister die entstandenen Löcher am Straßenrand nicht so früh entdeckt hätte, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei. Schulkinder hätten sich auf der Fahrt zur Schule mit ihren Fahrrädern schwer verletzen können oder auch Autos oder Schulbusse hätten in die entstandenen Löcher fahren können. Der Bauhof der Gemeinde Wildeck hatte am Morgen sofort reagiert und die Gefahrenstellen rechtzeitig vor Schulbeginn abgesperrt.

Bereits vor einer Woche wurden in der Industriestraße vier ähnliche Gullydeckel herausgehoben und gestohlen. Bisher hat die Polizei noch keine heiße Spur.

Daher bittet die Polizei um Mithilfe: „Bitte rufen Sie uns an wenn in den Abend- oder Nachstunden verdächtige Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen auffällig durch die Straßen von Obersuhl fahren. Merken Sie sich bitte das Kennzeichen und rufen die Polizei sofort an unter 06623/937-0 oder im Notfall auch unter der Notrufnummer 110“, sagt Manfred Knoch, der Pressesprecher der Polizei. Die Gemeindeverwaltung Wildeck hat zur Ergreifung der Täter eine Belohnung von 500 Euro ausgesetzt. (red/zac)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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