Betroffene Hausbesitzer lehnen Erweiterungspläne ab

Gutachten: Kiesabbau nicht schuld an Schäden in Obersuhl

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Das Kieswerk in Obersuhl.

Obersuhl. Die Pläne des Wildecker Kieswerks, das Abbaugebiet bei Untersuhl in Richtung Obersuhl auszuweiten, sorgen seit drei Jahren für Wirbel in der Region und Unmut bei den betroffenen Anwohnern. Jetzt liegt ein neues Gutachten vor.

Das Gutachten besagt, dass die Risse an den Häusern und Senkungen auf Grundstücken am Auweg und Sandweg in Obersuhl nicht vom Kiesabbau verursacht worden sind. Viele Anwohner machen den Kiesabbau für die Schäden verantwortlich.

Die Gemeinde Wildeck selbst hatte das Gutachten beim Ingenieur-Büro Arcadis (Dresden) in Auftrag gegeben, um sich beraten zu lassen, wie sie weiter vorgehen soll. Das hessische Umweltministerium hatte das Büro empfohlen.

„Als Schadensursache kann eine Grundwasserabsenkung durch den derzeitigen Kiesabbau ausgeschlossen werden“, heißt es in der ingenieurgeologischen Stellungnahme. „Der Einfluss auf den Grundwasserspiegel ist so minimal, dass das nicht zu Senkungen geführt haben kann, die die Schäden an den Häusern verursacht haben“, erläuterte Karsten Wulf von Arcadis auf Anfrage unserer Zeitung. Wenn es einen Zusammenhang gäbe, müssten die Setzungen flächendeckend auftreten und nicht punktuell.

Das Gutachten geht davon aus, dass die Gebäudeschäden „eindeutig primär auf Prozesse der Auslaugung in tieferen Bodenschichten zurückgehen“. Im Untergrund befindet sich der Rand eines Salzhanges. Das Salz ist wasserlöslich und wurde und wird zum Teil gelöst, erläuterte Wulf. So entstehen Hohlräume. Der darüberliegende Sandstein kann in diese Hohlräume nachbrechen. Dadurch kommt es an der Erdoberfläche zu Löchern und Senkungen. Was eine Erweiterung des Kiesabbaus für Obersuhl bedeuten würde, darüber sagt das Gutachten nichts aus. Darin geht es nur um den Abbau im bisherigen Umfang.

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