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Ernte im Landkreis Hersfeld-Rotenburg läuft: Gute Erträge bei der Gerste

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Von: Carolin Eberth

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Freuen sich in einem Triticale-Feld über die bislang gute Erntesaison (von links) Anke Roß und Jörg Schäfer vom Kreisbauernverband Hersfeld-Rotenburg sowie Landwirt Jörg Meyfarth aus Rotenburg.
Freuen sich in einem Triticale-Feld über die bislang gute Erntesaison (von links) Anke Roß und Jörg Schäfer vom Kreisbauernverband Hersfeld-Rotenburg sowie Landwirt Jörg Meyfarth aus Rotenburg. © Eberth, Carolin

Für die Landwirte aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg läuft aktuell die arbeitsreichste Zeit des Jahres: die Erntesaison.

Für die Landwirte aus dem Landkreis läuft aktuell die arbeitsreichste Zeit des Jahres: die Erntesaison. Ein großer Teil des Getreides wurde bereits gedroschen, ein Ende ist allerdings noch nicht in Sicht. Das vorläufige Ergebnis des Erntestarts kann sich aber trotz Trockenheit durchaus sehen lassen. Laut Anke Roß und Jörg Schäfer vom Kreisbauernverband Hersfeld-Rotenburg sind die Erträge und die Qualität bei der Gerste – im Gegensatz zu 2021 – sogar leicht über dem Durchschnitt.

Das trockene und sonnige Wetter hat den Bauern außerdem gute Bedingungen zum Ernten verschafft. Tagsüber und teils auch nachts wurde die Schönwetterperiode im Landkreis dafür genutzt, auch Raps, Triticale und Weizen zu dreschen. „Ich gehe davon aus, dass der Raps die Trockenheit in den vergangenen Wochen auch einigermaßen verkraftet hat, da die Wurzeln dieser Pflanze besonders lang sind und sie sich daher länger mit Wasser aus den tieferen Bodenschichten versorgen konnte“, sagt Jörg Meyfarth, Landwirt aus Rotenburg.

Schlechter fällt die Ernte-Prognose jedoch für den Weizen aus, der die fehlenden Niederschläge nicht so gut kompensieren konnte.

Auf Regen hoffen die heimischen Landwirte nun vor allem für die Maisfelder. „Die Trockenheit trifft den Mais am härtesten. Wenn es weiter so trocken bleibt, dann können wir die Ernte vergessen“, sagt Meyfarth. Der Mais habe sein Längenwachstum eingestellt, sei stellenweise einen halben Meter niedriger als sonst zu dieser Jahreszeit üblich, rolle seine Blätter ein und bilde keine Kolben aus. Gute Erträge seien in diesem Jahr nicht zu erwarten, sind sich Schäfer, Roß und Meyfarth einig. „Entschieden ist aber auch noch nichts. Kommt bald der dringend notwendige Regen, dann haben wir auch wieder Hoffnung“, sagt Jörg Schäfer.

Die anhaltende Trockenheit bekommen derzeit besonders stark auch Grünland- und Milchviehbetriebe zu spüren. „Anfang Mai wurde das erste Gras gemäht. Später konnte zwar noch ein zweiter Schnitt erfolgen. Doch danach war vielerorts kaum noch Gras gewachsen und ist nicht mal mehr grün“, sagt Roß. In normalen Jahren könnten die Bauern vier Grasschnitte im Sommer einfahren. Da sei nur zu hoffen, dass die Betriebe noch Reserven haben. „Doch wenn das Futter fehlt, muss teuer zugekauft werden“, so Anke Roß.

22 000 Hektar Ackerfläche im Landkreis

Der Landkreis ist insgesamt 109 715 Hektar groß. Davon werden 38 000 Hektar landwirtschaftlich genutzt. Den größten Anteil hat mit 16 000 Hektar das Grünland. Auf 4900 Hektar wächst Winterweizen. Wintergerste wird auf 3600 Hektar angebaut, die Rapsfelder nehmen 2200 Hektar der Kreisfläche ein. Auf 1700 Hektar wächst Silomais und auf 2000 Hektar bauen die Landwirte Triticale (Kreuzung aus Weizen und Roggen) an. Auf den restlichen 7600 Hektar Ackerflächen wird anderes Getreide wie beispielsweise Roggen und Hafer angepflanzt. ebe

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