HGV-Vorsitzender Schneider: Wollen aktuelle Gespräche zur Bahnhofszukunft nicht stören

Handel bläst Demonstration ab

Schon lange ein Sorgenkind: Proteste am Bebraer Bahnhof sind für Minister Dieter Posch – Bildmitte – nicht neu. Dieses Bild entstand dort vor sieben Jahren. Archivfoto: Schaake

bebra. Die Podiumsveranstaltung und Protestdemonstration zum Bebraer Güter- und Rangierbahnhof, die für Freitag, 29. Januar, geplant und angekündigt war, fällt aus. Das teilte gestern Wolfgang Schneider, Vorsitzender der Bebraer Handels- und Gewerbevereinigung (HGV), mit.

„Die HGV Bebra hat einen Brief des Hessischen Ministers für Wirtschaft und Verkehr, Dieter Posch, bekommen, dessen Inhalt den Erhalt des Rangierbahnhofs positiv erscheinen lässt“, erklärte Schneider. Um die aktuellen Gespräche dazu nicht zu stören, werde die Podiumsveranstaltung und Demonstration, die die HGV ins Leben rufen wollte, nun doch nicht stattfinden.

In einem Gespräch mit dem Bürgermeister und den Vertretern der drei Bahngewerkschaften sei er über die Situation und die Entwicklung des Rangierbahnhofs informiert worden, erklärte Schneider. Der Einbruch des Warengüterverkehrs wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise sei auch dort als ein Grund für die jetzige Existenzkrise des Rangierbahnhofs genannt worden. „Vor diesem Hintergrund wurde auch die bedrohliche Lage der in Bebra ansässigen anderen Industrie- und Handwerksbetriebe angesprochen, die eine große Anzahl Arbeitsplätze stellen, auf die Bebra nie verzichten kann“, sagte Schneider. Auch für sie wolle sich die HGV, neben dem Bahnhof, stark machen. „Wir unterstützen alle Bemühungen, Arbeitsplätze in Bebra zu erhalten – denn nur wer hier sein Auskommen hat, bleibt hier wohnen und braucht einen aktiven Einzelhandel“, sagte Schneider.

Der Bebraer Handel stelle sich demonstrativ hinter die Industrie und Handwerksbetriebe und kämpfe für den Erhalt des Rangierbahnhofs Bebra und damit für den Erhalt eines jeden Arbeitsplatzes.

„Es stellt uns alle vor große Aufgaben und Herausforderungen, Perspektivlosigkeit für Berufsanfänger in unserer Region heute und für die nachfolgenden Generationen zu vermeiden“, erklärte der HGV-Vorsitzende am Montag. (pgo)

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