Warten auf den Tag X

Handymast in Ransbach geht wohl erst Mitte 2021 in Betrieb

Blick auf Ransbach und seine Handy-Antennen: Der graue Turm der Deutschen Telekom auf dem Gelände des Aussiedlerhofs im Vordergrund geht wohl erst Mitte 2021 ans Netz. Links daneben steht der provisorische Vodafone-Mast.
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Blick auf Ransbach und seine Handy-Antennen: Der graue Turm der Deutschen Telekom auf dem Gelände des Aussiedlerhofs im Vordergrund geht wohl erst Mitte 2021 ans Netz. Links daneben steht der provisorische Vodafone-Mast.

Ein neuer Mobilfunkmast steht zwar seit rund drei Monaten am Ortsrand von Ransbach, wesentlich verbessert hat sich der Handy-Empfang in dem Hohenrodaer Ortsteil bislang allerdings nicht.

Ransbach – Der Grund: Die Mobilfunkantennen sind zwar schon montiert, wurden aber noch nicht in Betrieb genommen, wie Telekom-Pressesprecher George-Stephen McKinney auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt: „Sind die Antennen montiert und gegebenenfalls auch betriebsbereit, muss unter anderem vor deren Inbetriebnahme zunächst noch die Einbindung des neugebauten Standortes in die bestehende Netzstruktur der Telekom folgen – quasi der entscheidende Schritt.“

Jede einzelne Funkzelle müsse optimal mit anderen zusammenwirken, damit beispielsweise auch ein Telefonat oder eine mobile Internetverbindung im Auto ohne Abbrüche funktioniert, selbst wenn das Fahrzeug mit Tempo 200 von einer Mobilfunkzelle zur nächsten rase. Wegen der hohen Komplexität dieser Einbindung werde daher nicht jeder neue Standort unmittelbar nach seiner Fertigstellung in Betrieb genommen, sondern fix zu einem „Tag X“. „Das ist der Tag der sogenannten Netzdefinition, an dem gleichzeitig viele neue oder in ihrer Kapazität erweiterte Bestandsstandorte in den Livebetrieb eingeschaltet werden“, verdeutlicht der Telekom-Sprecher. Netzdefinitionen fänden wegen ihrer Komplexität in der Regel nur vier- bis fünfmal im Jahr statt.

„Daher verstreicht mitunter einige Zeit zwischen Installation und realem Funkbetrieb für die Mobilfunknutzer“, unterstreicht McKinney. Wann der Ransbacher Sendemast ans Netz geht, lasse sich derzeit nicht belastbar voraussagen: „Wir sind zuversichtlich und gehen derzeit von einem Sendebetrieb spätestens im zweiten Quartal 2021 aus, eventuell auch etwas früher.

Aus den genannten Gründen bitten wir die betroffenen Anwohner und Nutzer um Verständnis und noch etwas Geduld“, so der Telekom-Sprecher weiter.

Neben Alheim-Licherode, Rotenburg-Atzelrode und Ronshausen-Machtlos gehört Ransbach zu den vier großen Funklöchern im Landkreis, in denen es bislang in weiten Teilen des Ortes bei keinem der drei deutschen Anbieter Telekom, Vodafone und Telefonica zufriedenstellenden Empfang gab.

Auch Vodafone will den neuen Mobilfunkmast in Ransbach nutzen 

Errichtet hat den Ransbacher Mobilfunkmast, der das LTE-Netz der Deutschen Telekom ergänzen soll, die 100-prozentige Telekom-Tochter Deutsche Funkturm GmbH.

Grundsätzlich biete das Bauwerk genügend Platz, um auch Antennen anderer Anbieter zu montieren, sagt Telekomsprecher George-Stephen McKinney. Interesse an der Mitnutzung habe bereits Vodafone bekundet, ergänzt Lea Borgers, Sprecherin der Deutschen Funkturm GmbH, auf Nachfrage. Das bestätigt auch Vodafone-Konzernsprecher Volker Petendorf: „Wenn alles glattgeht, soll der neue Standort ab Ende 2021/Anfang 2022 auch ins Vodafone-Netz eingebunden werden und dann GSM-Mobilfunk für Telefonate sowie die Breitband-Technologien LTE und 5G an Bord haben.“

Bereits seit 20. Juli betreibt Vodafone direkt neben dem Telekom-Turm einen provisorischen Mobilfunkmast, der die Grundversorgung (GSM) für Telefongespräche im Vodafone-Netz sicherstellen soll. (Jan-Christoph Eisenberg)

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